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Bad Düben Wellauner erneuern Protest für eine Ortsumgehung
Region Bad Düben Wellauner erneuern Protest für eine Ortsumgehung
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17:12 06.04.2011
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. An mehreren Stellen in dem vielbefahrenen Stadtteil von Bad Düben, durch den die Bundesstraße 2 zwischen Leipzig und Lutherstadt Wittenberg führt, heißt es seit einigen Tagen: „Lärm, Staub und Gestank machen uns Wellauner krank!" oder „Politiker, wo bleibt Ihr versprochenes Engagement für die Ortsumgehung Wellaune?"

Gisela Jäschke, die Vorsitzende der BI, sagt, dass die Bürger mit der neuen Aktion „unvermindert weiter aktiv für die Ortsumgehung kämpfen. Wir wollen nicht tatenlos hinnehmen, dass der Termin für den Baubeginn erst im Jahr 2015 erfolgen soll und wollen deshalb nochmals alle Politiker und Verantwortlichen an ihr Versprechen erinnern, die Ortsumgehung zügig voranzubringen".

In dem etwa 300 Einwohner zählenden Dorf ist der Unmut der Menschen über die Politik mittlerweile groß. „Wir haben nicht den Eindruck, dass zur Zeit viel passiert", sagt die BI-Vorsitzende. Vor vier Wochen hat die Initiative insgesamt acht Schreiben verfasst, die unter anderem an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) und diverse Staatssekretäre gingen. „Von keinem einzigen haben wir bis jetzt eine Antwort bekommen. Nicht mal eine Eingangsbestätigung für unsere Post", zeigen sich Jäschke und andere BI-Vertreter bei einem Vor-Ort-Termin empört. Seit 2002 kämpfen sie nun schon für eine Ortsumfahrung.

Ralf Wilke, ebenfalls BI-Mitglied und zugleich Ortschaftsrat in Wellaune und für die CDU Stadtrat von Bad Düben, kritisiert das Verhalten der Politiker. „Vor Wahlen kommen sie immer zu uns und versprechen, dass sie sich einsetzen wollen. Danach lässt sich niemand mehr blicken." Die Kritik geht vor allen an die Bundes- und Landtagsabgeordneten Manfred Kolbe (CDU) und Volker Tiefensee (CDU). Selbst seitens der Stadt Bad Düben und ihrer Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) vermissen die Wellauner die Initiative und blicken fast schon neidisch auf Mügeln. Dort habe Ex-Bürgermeister Gotthard Deuse (FDP) so lange bei seinem Parteifreund Morlok vorgesprochen, bis der Freistaat in Sachen Ortsumfahrung aktiv wurde. Im März begann der Bau einer Entlastungsstraße. Und dann wäre da noch Landrat Michael Czupalla (CDU), einer, der der BI auch schon viele Versprechen machte. „Es wäre schön, unser Landrat würde nicht nur die Wölfe in Nordsachsen zur Chefsache machen", sagt Wilke und steht mit dieser Meinung nicht allein da. Laut Jäschke hätten in den vergangenen Jahren unzählige Verantwortliche den Menschen im Dorf Mut gemacht, dass das 2,2 Millionen Euro teure Projekt 2010 realisiert sei. Mittlerweile sei 2015 daraus geworden. Und die Kosten hätten sich mehr als verdoppelt. Die Wellauner glauben derweil nicht mehr an 2015. „Mit dieser Arbeitsweise sind die Bürger, die Bürgerinitiative und der Ortschaftsrat nicht einverstanden", zumal die Umfahrung im vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan steht. Die BI bittet deshalb die Politiker, ihr Wort zu halten und nunmehr aktiv Einfluss auf die Planungen zu nehmen.

Lesen Sie einen Stimmungsbericht in der Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung am Donnerstag.

Nico Fliegner

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