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Bad Düben Weltspitze-Orchester gastiert in Hohenprießnitz
Region Bad Düben Weltspitze-Orchester gastiert in Hohenprießnitz
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07:55 11.10.2017
Das Petersburger Orchester Taurida gastiert am Sonnabend im Barockschloss Hohenprießnitz. Quelle: Taurida International Symphony Orchestra
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Hohenprießnitz

Lässt sich hochkarätige Klassik im Barockschloss Hohenprießnitz etablieren? Konrad Obermüller, der das Kleinod in den vergangenen Jahren aufwendig restauriert hat und es nun als Anlaufpunkt für Kunst- und Kulturfreunde des Leipziger Umlandes etablieren möchte, ist gespannt, ob das funktioniert. Der Sonnabend könnte dafür schon mal wichtige Aufschlüsse liefern.

Abend für Klassik-Fans

Denn dann kommt der Cellist Fjodor Elesin mit weiteren elf Musikern des Taurida Orchestra Petersburg. „Fjodor Elesin gehört zur absoluten Weltspritze“, ist Schlossherr Konrad Obermüller überzeugt. Dank eines Kontaktes mit einem Leipziger Veranstalter habe er ihn bereits vor einem Jahr in Hohenprießnitz zu Gast gehabt, damals aber „nur“ im Duo mit einer Pianistin. „Das Konzert war ausverkauft und alle begeistert“, erinnert sich der Schlossherr gern. Er weiß, dass er den Saal mit 100 bis 120 Gästen nicht allein mit Hohenprießnitzer Klassik-Fans füllen kann, sondern auf Gäste aus dem Umland angewiesen ist. Ob diese nun auch bei dem etwas teueren Angebot kommen, wird sich zeigen müssen. Läuft es gut, hätte das Team des Schlosses mit dem Klassik-Dinner übrigens gleich eine weitere Idee. „Wir können uns jedenfalls für den 10. November ein klassisches Konzert vorstellen, in dessen Anschluss ein Drei-Gänge-Menü serviert wird“, so Konrad Obermüller zu den weiteren Plänen.

Doch jetzt hat er erst einmal den Sonnabend im Blick. Die international renommierten Musiker sind derzeit als Taurida-Orchestra auf einer Tournee durch Deutschland und die Schweiz und begeistern mit Stücken des kammermusikalischen Werks „Souvenir de Florence“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, Cellokonzerten und mit dem wohl berühmtesten Stück von Antonio Vivaldi: „Die vier Jahreszeiten“.

Tradition reicht bis in die Zarenzeit

Das Orchester selbst blickt auf eine lange Tradition bis zur Zeit Katharinas der Großen zurück. Im Jahre 1790 gründete Grigori Potjomkin, ein enger Vertrauter der Zarin, sein international besetztes Orchester. Dieses war so erfolgreich, dass es namhafte Solisten verpflichten konnte. Sogar Wolfgang Amadeus Mozart spielte dort als Cembalist. Das internationale Orchester wurde nach dem Zerfall der UdSSR in St. Petersburg in der Tradition von Grigori Potjomkin neu gegründet. Das heutige Orchester ist ein Bündnis schöpferischer und engagierter Berufsmusiker, das sein meisterliches Können unter der Leitung seines Chefdirigenten Mikhail Golikov bereits in über 20 Ländern präsentieren konnte.

Die Karten für das um 19.30 Uhr im Barocksaal beginnende Konzert gibt es für 23 Euro an der Abendkasse oder vorab bei Sti(e)lvoll in Hohenprießnitz-Floristik & Geschenke sowie bei Blumengeist in Bad Düben. Telefonisch ist eine Kartenvorbestellung unter 09405 50150 möglich.

Von Ilka Fischer

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