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Wer will Bad Dübens Freibad mitgestalten?

Wer will Bad Dübens Freibad mitgestalten?

Eine Arbeitsgruppe will sich um die Sanierung des Freibades Hammermühle in Bad Düben bemühen. Zur Stadtratssitzung im Mai hatte es rund um die von Freier Wählergemeinschaft und der Partei Die Linke vorgeschlagene Gründung eines solchen Gremiums Diskussionen gegeben.

Bad Düben. Damals stand auch der Vorschlag im Raum, das durchaus wichtige Thema im Ausschuss für Technik und Kurortentwicklung öffentlich zu besprechen. Was zunächst nicht offensichtlich war - im Zuge der Debatte kam die Gründung der Arbeitsgruppe dann doch zustande.

Und die trifft sich Mittwochabend ab 18 Uhr erstmals im Freibad, zu der auch interessierte Bad Dübener eingeladen sind. "Wir hatten Bedenken, dass das Thema im Ausschuss nicht richtig aufgehoben ist, schließlich wollen wir, dass die Bürger aktiv Anteil nehmen können", so Uwe Kulawinski von der FWG. Zudem habe das Beispiel der zeitweilig arbeitenden AG Rad positive Anreize gegeben. Zwar besteht diese im April gegründete Gruppe vorrangig aus Stadträten. Dem Aufruf, Schwach- und Gefahrenstellen auf Fuß- und Radwegen zu benennen, waren aber auch Bad Dübener gefolgt. Rund 50 Punkte kamen so zusammen, nach denen zur dritten Sitzung gestern Abend eine Prioritätenliste erstellt werden sollte.

Wie sehr das Thema Freibad unter den Nägeln brennt, zeigte sich bei einer vom Ortsverband der Linken im März kurzfristig anberaumten Beratung im Speicher des Hotels National, zu der 40 Vertreter von Vereinen, Verbänden, Stadt sowie Fraktionen da waren. Dem Bekenntnis, sich aktiv für die Sanierung einzusetzen, folgen mit der Gründung der Arbeitsgruppe und der ersten Sitzung nun konkrete Schritte. Uwe Kulawinski hat zum morgigen Treffen auch die Chefs beziehungsweise Vertreter der Fraktionen eingeladen. Zunächst gehe es darum, konstruktiv die anstehenden Aufgaben zusammenzufassen.

Ein zeitnahes Handeln ist auch geboten. Die 60 Jahre, die das Freibad 2016 wird, haben ihm arg zugesetzt. Das Becken ist marode, verliert massiv Wasser, die Technik ist verschlissen. Das ist teuer - die Finanzierung ist aber unklar.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.06.2015
Kathrin Kabelitz

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