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Wildkatzentheater wird am 4. Februar im Naturparkhaus in Bad Düben aufgeführt

Natur & Umwelt Wildkatzentheater wird am 4. Februar im Naturparkhaus in Bad Düben aufgeführt

Anlässlich des Auftakts des Wildkatzen-Monitorings im Naturpark Dübener Heide laden für Donnerstag, den 4. Februar, um 19 Uhr der BUND Sachsen und der Naturpark Dübener Heide zu einem Theaterstück: Präsentiert das Theaterstück „Die Wildkatze“ im Naturparkhaus in Bad Düben.

Ist die Wildkatze wieder in der Dübener Heide heimisch? Ein Monitoring des BUND soll das klären.

Quelle: Thomas Stephan/BUND

Bad Düben. Anlässlich des Auftakts des Wildkatzen-Monitorings in der Dübener Heide laden für Donnerstag, den 4. Februar, um 19 Uhr der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Sachsen und der Naturpark Dübener Heide zu einem Theaterstück der besonderen Art: Die Schauspielerin Dafne-Maria Fiedler von der Theatergruppe Fräulein Brehms Tierleben präsentiert das Theaterstück „Felis silvestris – Die Wildkatze“ im Naturparkhaus der Dübener Heide in Bad Düben. „Mit viel Fachwissen und auf höchst unterhaltsame Weise begibt sich die Schauspielerin gemeinsam mit dem Publikum in die heimliche Welt der Wildkatze – das einzige Theater weltweit für gefährdete, heimische Tierarten. Artgerechte Unterhaltung nicht nur für Erwachsene“, teilte der BUND mit. Der Eintritt ist frei!

„Im September 2015 erreichte mich die Nachricht, dass eine vermeintliche Wildkatze an B 183 in der Dübener Heide tot aufgefunden worden ist“, sagt Almut Gaisbauer, Projektkoordinatorin Wildkatzensprung des BUND Sachsen. Das Tier wurde nun vom Senckenberg-Institut Dresden morphologisch analysiert und das Ergebnis ist eindeutig: eine echte Europäische Wildkatze. „Eine Sensation“, so der BUND, da es sich um den ersten Wildkatzen-Nachweis in Nordsachsen seit über 100 Jahren handele.

Deswegen begeben sich der BUND in Zusammenarbeit mit vielen weiteren Akteuren wie dem Naturpark Dübener Heide, der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises und dem Staatsbetrieb Sachsenforst auf die Suche nach der Wildkatze im Naturpark. Mit Hilfe der Lockstockmethode werden raue Holzlatten in der Dübener Heide aufgestellt und mit Baldrian besprüht. Wildkatzen werden von dem Duft des Krautes angezogen, reiben sich an den Lockstöcken und hinterlassen Haare. Diese Haarproben werden gegenwärtig mit Unterstützung durch Naturpark-Freiwillige und dem Staatsbetrieb Sachsenforst gesammelt und anschließend im Senckenberg-Institut Gelnhausen genetisch analysiert.

„Dass sich die Wildkatze bei uns im Waldnaturpark wohlfühlen würde, kann ich mir gut vorstellen“, so Axel Mitzka, Vorsitzender des Naturparkträgervereins Dübener Heide. „Ebenso freue ich mich zu erleben, auf welches Interesse wir damit bei unseren Heidefreunden stoßen und welches Engagement es bewirkt.“

Die Ergebnisse der Lockstockkontrolle sollen zeigen, ob noch weitere Wildkatzen in der Dübener Heide leben, wie es um ihre genetische Vielfalt steht und welche Barrieren ihre Wiederverbreitung begrenzen – „eine wertvolle Grundlage für den nachhaltigen Schutz der gefährdeten Wildkatze“. Nach dem Theaterstück stehen der BUND und der Heideverein allen Gäste zum Thema Rede und Antwort.

Doch nicht nur mit Theater und dem Wildkatzen-Monitoring engagiert sich der BUND für die scheue Wildkatze. Im Projekt „Wildkatzensprung“ setzen sich zehn BUND-Landesverbände bundesweit für den Schutz der scheuen Waldbewohnerin ein. Gefördert wird dieses Projekt im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt.

Es ist besonders der Lebensraum der Wildkatze – der naturnahe Laub- und Mischwald −, der nach BUND-Angaben unter der Zerschneidung durch Straßen, Ackerflächen und wachsende Siedlungen leidet. Durch Pflanzung von „grünen Korridoren“ aus Bäumen und Büschen sollen die Wildkatzen-Lebensräume wiederverbunden werden. So könnten die Tiere weitläufig wandern und neue Lebensräume erobern.

Von LVZ

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