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Bad Düben "Wir klappern noch zu wenig"
Region Bad Düben "Wir klappern noch zu wenig"
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17:21 19.05.2015
An der Authausener Mühle Fiehn treffen sich die Landfrauen. Auch Direktvermarkter sind dabei. Quelle: Steffen Brost

Die ist vom hiesigen Ortsverein der Landfrauen Authausen, Pressel und Görschlitz organisiert worden.

Die Landesvorsitzende Iris Firmenich blickte in der turnusmäßigen Zusammenkunft auf das vergangene Jahr zurück. 1255 Veranstaltungen wurden zu den Themen Sport, Gesundheit, Landwirtschaft, Kultur, Verbandsmanagement, Gesellschafts- und Sozialpolitik durchgeführt. "Wir haben in der Vergangenheit jede sich bietende Gelegenheit genutzt, um unseren Verband in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Es gehört inzwischen zur Tradition, dass unsere Mitglieder ihr Können und die Aktivitäten der Landfrauenvereine auf Märkten und Messen vorstellen. Klappern gehört zum Handwerk. Und wir klappern noch zu wenig", so die Vorsitzende.

In ihrer Ansprache forderte Firmenich die internen Ziele und Anstrengungen weiterhin darauf auszurichten, dass Frauen und Mädchen im ländlichen Raum die gleichen Chancen wie in den urbanen Zentren finden. Dafür müsse der ländliche Raum attraktiv bleiben sowie dörfliche Strukturen und Einkommensmöglichkeiten geschaffen werden.

Dass das in Authausen schon ganz gut funktioniert, bewies einmal mehr der gastgebende Verein. "Wir sind aktuell zwar nur 14 Mitglieder. Aber wir stellen im Jahr so einiges auf die Beine und hegen gute Kontakte zur Nachbarschaft. Leider ist es uns bis heute nicht gelungen, den einen oder anderen Landsknecht zu gewinnen. Wir sind auch für Männer offen", sagte die Vorsitzende Simone Pertzsch. Die Landfrauen Authausen, Pressel und Görschlitz wurden 2003 gegründet. Damals noch unter dem Namen Kossa und Umgebung. Seit 2006 gibt es die neue Ortsgruppe. "Die Authausener sind eine rührige Truppe, die viel auf die Beine stellt. Auch wenn es in Sachsen mit den zurzeit 950 Mitgliedern noch viele weiße Flecken gibt, arbeiten wir daran, größer zu werden. Wir brauchen lebendige Vereine und Kontakte zu Direktvermarktern", so Firmenich. Und die standen am Sonnabend vor der Eingangstür zum Mühlenhäuschen. An den Ständen von Fleischer Böttge, Gärtnerei Uber und Bäcker Tauchnitz bildeten sich regelrechte Schlangen. Fleischer Rainer Böttge präsentierte die eigens kreierten und mit einem Patent geschützten Heideroster. "Wir haben sechs Filialen, elf Grills und bestehen seit 1990. Unsere Lieferanten kommen alle aus der Region", erzählte Böttge. Kistenweise Frühlingsblüher hatte Grit Limpius von der örtlichen Gärtnerei im Gepäck. Viel musste die Mitarbeiterin am Ende nicht mehr mit nach Hause nehmen. Denn die Gäste aus ganz Sachsen hatten Blumen, Kräuter und Deko-Materialien mitgenommen. Besonders viel Spaß machte Bäckermeister Ralf Tauchnitz von der Bäckerei Krone aus Kossa. In einem kleinen Vortrag erklärte er sein Handwerk, die Firmengeschichte und warum sein Brot besser schmeckt als das aus dem Supermarkt. "Ein normales Brot hält sich gut eingepackt sechs bis sieben Tage. Was länger hält, ist mit Zusatzstoffen versetzt. Ich kaufe jede Woche frisch vom Mehllieferanten. Da können nur Superbrote rauskommen", so Tauchnitz. Für seine originelle Ansprache erntete der Bäcker Beifall.

Mit einer Mühlenführung sowie einer großen Kaffeetafel klang der Landfrauentag im beschaulichen Authausener Mühlenhäuschen aus.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.04.2013

Steffen Brost

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