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"Wir werden einen Western machen"

"Wir werden einen Western machen"

Das neue Landschaftstheater in Bad Düben beginnt allmählich Formen anzunehmen. Dieser Tage ließen sich die Macher um Henriette Lippold, Ulrich Hüni und Steffen Lange erstmals in die Karten für das neue Spektakel im kommenden Jahr gucken.

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Regisseur Ulrich Hüni (Zweiter von links) und Henriette Lippold (oben) bei den Proben vor zwei Jahren. Auch beim neuen Landschaftstheater werden die beiden federführend sein.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Im Ambiente der Obermühle hatten sich über 40 Interessierte aus alten Recken und Neugierigen zusammengefunden, um mehr über die Neuauflage zu erfahren.

Die Scheune war entsprechend hergerichtet und verriet schon ein paar Details des geplanten Themas. Es wird wohl keinen King Kong geben, aber vom Heidebiber wird gemunkelt. Zwei der vielen Mitwirkenden aus dem Jahr 2012, Lutz Mehrer und Stefan Kaminsky, haben beim ersten Treffen vom Segen und Leiden der beteiligten Laienspieler erzählt. "Der Regisseur war der Schlimmste, aber er hat mir gut getan. Das Texte lernen war sehr mühsam, aber dank meiner Frau Gabi habe ich es letztendlich ganz gut hingekriegt", erzählte Mehrer augenzwinkernd. Und Stefan Kaminsky schwärmte von den Proben und dem wunderbaren Dübener Publikum. "Natürlich würden wir uns freuen, wenn viele Interessierte die Workshops dieses Jahr zum Reinschnuppern nutzen, denn wir freuen uns natürlich noch über neue Mitspieler. Aber man kann auch in anderen Bereichen mithelfen. Beim Bühnenbild, Kostümanfertigung und so weiter. Da ist aktive Hilfe nötig."

Dann ließen die Theatermacher die Katze aus dem Sack. "Wir werden einen Western machen. Das ist der Plan. Ein Western mit viel Live-Musik. Und das ist eine neue Herausforderung, denn dafür brauchen wir Kostüme und teilweise Kulissen. Kein Western ohne Cowboyhüte. Wir brauchen Pferde, wir brauchen Kutschen, vieles wird benötigt", verriet Regisseur Ulrich Hüni.

Aber vieles soll auch beim alten bleiben. So würden die Zuschauer wieder von Handlungsort zu Handlungsort ziehen und eine spannende Geschichte erleben. Der Arbeitstitel heißt diesmal "Die Neuen". Drehte sich "Die große Suche" noch um eine schöne Frau und die Historie von Bad Düben, wird "Die Neuen" das nächste Projekt der erfolgreichen Gruppe Landschaftstheater in der Geschichte spielen. Wiederbelebt wird nämlich das Gelände der alten NVA-Kaserne im Ortsteil Alaunwerk. Vielen bekannt aus Filmen wie "NVA" von Leander Haußmann oder "Der Turm" mit Jan Josef Liefers.

"Diesmal wird die Geschichte kultig-trashig. Es geht um Fremde in der Stadt, um Rohstoffe und um eine leidenschaftliche Liebe zwischen zwei jungen Leuten. Es geht um 'Die Neuen'. Neu wird auch sein, dass diesmal nicht nur zwischen den Spielorten gewandert wird, sondern dass die Zuschauer auch eine Art Geisterbahn erleben können, in der sie blitzartig an den Geschehnissen teil haben können", skizzierte Hüni die geplante Szenerie.

Aufbauend auf das Engagement der Bewohner beim letzten Projekt werden diesmal noch mehr die einheimischen Qualitäten gefördert und gefordert sein. So wird im neuen Projekt vermehrt mit Gesang und der beeindruckenden Musikalität der Dübener gearbeitet.

Premiere soll am 29. August 2015 sein. Aufführungen soll es am 30. August sowie am 4. und 5. September geben. Als Ersatztermin bei schlechtem Wetter sind der 11. und 12. September geplant.

Nach dem Treffen an der Obermühle steht jetzt der erste Workshop auf dem Plan. Der findet am 12. Juli ab 11 Uhr in der Turnhalle am Kirchplatz in Bad Düben statt. Es müssen außer guter Laune nur Hallen- oder Turnschuhe mitgebracht werden. "Es ist ratsam, bequeme Sachen zu tragen. Wir werden uns erstmal ein wenig Kennenlernen und erste Übungen machen. Da wir während des letzten Projektes essenstechnisch großartig versorgt wurden, können wir die Tradition gern weiter beibehalten. Also wer was mitbringen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Wir freuen uns sehr, dass wir endlich inhaltlich anfangen und sind sehr gespannt, welche Truppe sich dieses Mal finden wird", sagte Henriette Lippold vom Projektteam.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.07.2014
Von Steffen Brost

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