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Bad Düben Wo die Puppen tanzen
Region Bad Düben Wo die Puppen tanzen
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15:10 19.05.2015
Unter der Leitung von Julia Jost (links) und Elisabeth Strobel (rechts) von der Mobilen Jugendarbeit in Laußig entstand das Marionettenprojekt. Quelle: Steffen Brost

Dahinter steht Erzieher-Auszubildende Julia Jost, die sich während eines Praktikums beim Träger der Mobilen Jugendarbeit, der Zukunftswerkstatt Dübener Heide, damit auseinandergesetzt hat.

Seit 2010 gibt es die Jugendarbeit in Laußig unter der Leitung von Elisabeth Strobel. Ihres Zeichen staatlich geprüfte Sozialarbeiterin kümmert sie sich um die Belange der Jugendlichen in mehreren Ortschaften dieser Region, darunter in Laußig. "Ich bin sozusagen die Streetworkerin im Ort, schaue in den selbstverwalteten Jugendclubs in den Dörfern vorbei und versuche mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen." So sind unter anderem verschiedene Projekte wie der Heide-Rundfunk, Graffiti und eben das Marionettentheater entstanden.

Unterstützung bekam sie dabei von Julia Jost, die noch bis Ende Dezember ihr Praktikum im Haus absolviert. Die Idee hatte die Auszubildende Mitte des Jahres. "In der Schule haben wir auch einmal so ein Projekt mit Marionetten gemacht. Ich fand das klasse und habe meine selbstgebastelte Marionette wieder aus dem Keller geholt und die Jugendlichen animiert, so etwas auf die Beine zu stellen", erzählt die junge Frau. Die Begeisterung war groß. So entstanden gleich drei kurze Theaterstücke zu den Themen Liebe, Drogen und Mobbing. Die Geschichten schrieben die Mädchen und Jungen. Aus eigenen Erfahrungen und der Fantasie. Die Marionetten und Kulissen wurden alle komplett selber gebaut. Aus leeren Joghurtbechern, Knöpfen, Chips-Behältern, Stoffresten und Holz. Ihre kleinen Theaterstücke nahmen die Teilnehmer auf Video auf. Mit dabei auch die Lehrerin von Julia Jost. "Schließlich war das Bestandteil meiner Ausbildung. Das Projekt wird auch benotet. Der Lehrerin hat meine Idee und die Umsetzung jedenfalls sehr gut gefallen. Ich hoffe, ich bekomme die entsprechende Note."

Die drei Kurzfilme zeigen die Mädchen und Jungen übrigens Samstag ab 14.30 Uhr beim Lichterfest im Ländlichen Bürgerzentrum. Treffpunkt ist das Büro von Elisabeth Strobel. Auch Mitspielerin Vivien Wellandt hat die Aktion gut gefallen. "Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir das irgendwann noch einmal machen", ist die Schülerin begeistert.

Für Julia Jost, die bald ihre Ausbildung als Erzieherin abschließt, wird es ebenfalls nicht das letzte Projekt sein. "Ich halte auf jeden Fall Kontakt zu den Laußigern. Und vielleicht können wir mal wieder etwas gemeinsam machen", freut sie sich auf ihre Arbeit.

Steffen Brost

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.11.2013
Steffen Brost

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