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Bad Düben Wo sich der Biber die Zähne ausbeißt
Region Bad Düben Wo sich der Biber die Zähne ausbeißt
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17:21 19.05.2015
Markus Lange aus Schnaditz, Janine Meißner aus Bad Schmiedeberg und Christian Hegholz aus Oberglaucha beim Anbringen von Maschendraht. Quelle: Heike Nyari

Mitglieder der Biberfachgruppe Delitzsch-Eilenburg sowie die Schnaditzer Angelfreunde ummantelten über 100 Bäume zu ihrem Schutz mit entsprechendem Maschendraht.

Diesen Arbeiten war im vergangenen Sommer eine Begehung vorausgegangen, denn dem Ortsvorsteher Gerhard Griehl waren die erheblichen Verbissschäden eines in der Nähe lebenden Bibers nicht entgangen. "Zahlreiche Bäume sind in den zurückliegenden Jahren dem hungrigen Tier bereits zum Opfer gefallen", so der Schnaditzer. Neben Mitarbeitern der Stadtverwaltung machten sich 2012 auch Ansprechpartner des Bibermanagements des Naturparks Dübener Heide und ehrenamtliche  Revierbetreuer vor Ort ein Bild und man entschloss sich, zu handeln.

Zunächst war angedacht, zwei Pflanzquartiere mit Weidensetzstangen anzulegen. Diese sollten unter Schutz aufwachsen, um sie dann drei- bis fünfjährig dem Biber als Nahrung anzubieten. Außerdem wollte die Biberfachgruppe professionelle Einzäunungen der alten Eichen vornehmen, was von der Stadt auch beantragt wurde. "Die Situation gestaltet sich jedoch nicht ganz einfach", erläuterte Janine Meißner, Bibermanagerin im Naturpark. Nicht nur der Biber steht unter strengem Schutz. Der Schnaditzer Schlosspark gilt als Denkmal, so dass die Denkmalschutzbehörde bei den angedachten Schutzmaßnahmen für die Bäume ein Wörtchen mitzureden hatte. So konnten nicht alle Aktionen wie gewünscht umgesetzt werden. Befürwortet hingegen wurde der Einzelbaumschutz mit Drahtmanschetten. Die Koordinatorin der Biberfachgruppe, Renate Klausnitzer, kümmerte sich um fünf Rollen Material. Bereits zum zweiten Mal konnten sich die Naturfreunde auf die bewährte Hilfe der Schnaditzer Angelfreunde verlassen, die den Maschendraht an den Stämmen befestigten. Zeitgleich beräumten fleißige Helfer die Parkwege und den Drachenberg von Laub und sammelten Bruchholz ein. Auch im Schloss wurde fleißig gewerkelt. Die Arbeiten in der Schlossküche machen weitere Fortschritte und der Wendelstein sowie der Aufstieg zum Turm wurden von Schmutz befreit, um nur einiges zu nennen. Am Ende der Sonnabendaktion gab es für alle Beteiligten ein herzliches Dankeschön von Ortsvorsteher Griehl und einen kleinen Imbiss.

Pfingstmontag findet am Schloss unter Leitung von Raik Zenger das nun schon zur Tradition gewordene Pfingstschnitzen mit Kettensägenkünstlern statt. Der Kohlhaas-Club Schloss Schnaditz bietet an diesem Tag Schlossführungen und Turmbesteigung an.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.04.2013

Heike Nyari

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