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Bad Düben Wohin mit dem Grünschnitt in der Gemeinde Laußig?
Region Bad Düben Wohin mit dem Grünschnitt in der Gemeinde Laußig?
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17:01 19.05.2015
Blick in die Ringstraße in Pristäblich: Die öffentlichen Grünflächen links und rechts der Straße werden von den Bürgern gemäht. Quelle: Nico Fliegner

In der Gemeinde Laußig gibt es keine zentralen Sammelplätze mehr. Und das aus gutem Grund.

Gepflegt und einladend sollen sie aussehen, die Dörfer in der Gemeinde Laußig. Der Großteil der Hausbesitzer kommt dem auch nach, hegt den Vorgarten und die Flächen vor dem Gehöft. In Pristäblich betrifft das zum Beispiel die Ringstraße. Links und rechts Gras und Bäume, die viel Laub abwerfen. Bisher haben die Einwohner den Grünschnitt auf einen abgelegenen Platz in der Nähe des Bürgerhauses gebracht und damit kostenlos entsorgt. Doch der ist jetzt nicht mehr zugänglich, ein Schild ist aufgestellt: Müll abladen verboten!

Lutz Ebeling und viele andere aus dem Dorf können das nur schwer nachvollziehen und sind auch nicht bereit, die öffentlichen Flächen weiter zu pflegen, wenn keine kostenlose Entsorgungsmöglichkeit besteht. Dabei geht es nicht nur den Pristäblichern so, auch in den anderen Ortsteilen sind die Einwohner mit diesem Problem konfrontiert.

Dass der "Kompostplatz", wie ihn die Pristäblicher nennen, zugesperrt ist, kommt allerdings nicht von ungefähr, wie Laußigs Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) erklärte. Denn die vorgehaltenen Plätze, zuletzt auch einer in Authausen, würden von den Bürgern und vor allem auch Ortsfremden missbraucht. Statt Grünschnitt sei Müll und Bauschutt abgelagert worden, ganze Müllkippen entstünden im Laufe der Zeit. So habe die Gemeinde handeln müssen.

Für die Bürger bedeutet das zurzeit, dass sie ihren Grünschnitt und den von öffentlichen Flächen - im Herbst ist es das Laub - selbst entsorgen müssen. Schneider nannte die Deponie in Spröda, wo dies kostengünstig möglich sei. Auch die Sandgrube in Brösen nimmt Grünschnitt für 50 Cent pro großem Sack an. "Wir können aber auch gern über andere Lösungen sprechen", so das Gemeindeoberhaupt, brachte die Idee eines "Containers auf Probe" ins Spiel. Nur der müsste beaufsichtigt werden - am besten von der Dorfgemeinschaft in einem festen Zeitfenster an einem Samstag, sonst landet früher oder später wieder Müll darin - und das wird teuer.

Wie nun letztlich verfahren wird, ist noch unklar. Schneider kann die Leute einerseits verstehen, sieht sie aber auch in der Verantwortung. "Die Gemeinde - das sind wir alle", sagte er.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.05.2013

Nico Fliegner

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