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Bad Düben Wohnungsbrand in Bad Düben: Der Schrecken sitzt bei den Mietern tief
Region Bad Düben Wohnungsbrand in Bad Düben: Der Schrecken sitzt bei den Mietern tief
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16:13 07.08.2017
Am Sonnabendmorgen rückt die Feuerwehr in der Brunnenstraße 16 E an. Neun Wohnungen müssen bei dem Brand evakuiert werden, der durch ein defektes Handyladekabel verursacht wurde. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Der durch ein defektes Handyladekabel verursachte Brand am Sonnabend bewegt die Bad Dübener weiter. Kommt man in die Brunnenstraße 16 E, dann fällt bei dem Fünfgeschosser die Spanplatte und die kleinere Rauchspur im Erdgeschoss gar nicht so sehr auf. Die Rückseite zeigt sich dagegen meterweise kohlrabenschwarz, einige Fenster sind notgesichert. Und die Geschehnisse wirken auch bei den Bewohnern nach. Bei einer Frau, die im 3. Obergeschoss wohnt, zittert die Stimme spürbar.

Einen Weg nach unten gab es nicht

„Ich will nur noch weg“, sagt sie. Der Rauch habe alles in Mitleidenschaft gezogen. Abwarten will dagegen der Nachbar in der Wohnung über ihr, der mit seiner Freundin erst mal privat untergekommen ist. Die Brandnacht schildert er so: „Meine Freundin und ich sind gegen Mitternacht schlafen gegangen. Dass wir gegen 3 Uhr früh den Brand mitbekommen haben, war eher Zufall. Als ich aufwachte, war der Rauch jedenfalls schon über den Korridor bis in unser Schlafzimmer gedrungen.“ Natürlich habe er dann rausgeschaut. „Die Flammen“, so erzählt der junge Mann, der namentlich nicht genannt werden will, „haben aus dem Erdgeschoss bis zu zwei, drei Meter hochgeschlagen.“

Den Mann aus der brennenden Wohnung habe er draußen gesehen. Beim Öffnen der eigenen Wohnungstür sei ihm ein dunkler dichter Rauchschwall entgegengekommen. Er habe jedenfalls sofort gewusst, dass es für sie keinen Weg nach unten gibt. „Doch wir haben nicht nur die Sirene, sondern auch Schreie gehört“, erinnert er sich. „Das war das Schlimmste.“ Er selbst habe Handtücher und Decken vor die Wohnungstür gelegt, dennoch sei der Rauch durch die seitlichen Türritzen weiter eingedrungen. „Da wurde einem schon Angst und Bange“, gibt er zu. „Das vierte Obergeschoss ist zu hoch zum Springen.“ Er sei jedenfalls über die Feuerwehrleute, die mit kompletten Atemschutz kamen, und deren Drehleiter sehr froh gewesen. „Da wurde ein guter Job gemacht“, lobt er.

Brandgeruch im Treppenhaus

Wie es in dem Eingang, in dem insgesamt neun Parteien wohnen, weitergeht, ist offen. Anke Giesecke von dem Eigentümer, der Immo-Plan GmbH in Magdeburg, hielt sich gegenüber der sehr bedeckt. Erst müsse der Gutachter ins Haus.

Fest steht, auch Tage danach steigt dem Besucher schon im Treppenhaus der Brandgeruch in die Nase. Bei der Wohnung unmittelbar daneben ist nach Aussage der Mieterin aber alles okay. Sie bliebt vor Ort. Mehr betroffen sind offenbar die oberen Mietparteien.

Von Ilka Fischer

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