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Bad Düben Zahlreiche Kinder feiern in Delitzsch und Eilenburg Einschulung
Region Bad Düben Zahlreiche Kinder feiern in Delitzsch und Eilenburg Einschulung
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19:00 12.08.2018
Hand in Hand betreten die neuen Erstklässler zum Fest-Gottesdienst zum Schulanfang des neuen Evangelischen Schulzentrums Delitzsch die Stadtkirche St. Peter und Paul. Quelle: Foto: Alexander Prautzsch
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Delitzsch/Eilenburg

Rechnen, Schreiben, Lesen und vieles mehr stehen ab sofort auf dem Stundenplan Hunderter Kinder in Delitzsch, Eilenburg und Umgebung. Am Samstag wurde ihre Einschulung gefeiert. Ein wichtiger Schritt nicht nur für die Familien mit Abc-Schützen: In Delitzsch hat mit dem Schulanfang auch die neue und erste freie Grundschule der Stadt ihren Anfang als Bildungseinrichtung genommen.

Gottesdienst des Evangelischen Schulzentrum Delitzsch in der Stadtkirche St. Peter und Paul. Quelle: Alexander Prautzsch

Elterninitiative gab vor zwei Jahren den Anstoß

Während Eilenburg und Bad Düben sowie Zwochau schon seit Jahren über freie Schulen verfügen, hat sich das reformpädagogische Konzept in Delitzsch erst binnen der vergangenen zwei Jahre auf Elterninitiative hin zur Realität einer neuen Bildungseinrichtung entwickelt. Es war für den Trägerverein und die Elterninitiative viel Arbeit in kurzer Zeit, das Erreichte kann sich sehen lassen. Und so flossen am Samstag zum Schulanfang nicht nur bei den Eltern mit Zuckertüte unterm Arm die Tränen der Rührung, sondern auch bei den vielen Machern im Hintergrund. Mit der Grundschule Peter und Paul gibt es in der Loberstadt nun, passenderweise in der Schulstraße, die vierte Grundschule. Das Gebäude, welches schon in der Vergangenheit Schule war und zuletzt von einem Verein genutzt wurde, wurde in den vergangenen Monaten wieder fit für den Unterrichtsbetrieb gemacht, die Handwerker arbeiteten mit Hochdruck fast bis zum letzten Tag, die Eltern putzten und dekorierten noch am Vorabend des Schulanfangs.

Kinder betretem zum Gottesdienst zum Schulanfang des Evangelischen Schulzentrum Delitzsch die Stadtkirche St. Peter und Paul. Quelle: Alexander Prautzsch

Seit 1. August läuft der Hortbetrieb, am heutigen Montag startet der reguläre Schulbetrieb, die von Brita Kaiser-Deutrich geleitete neue Grundschule setzt dabei bewusst auf ein Ganztagesangebot und ein musisches Profil. Die Zahl der Schüler stieg nun kurz vor Schuljahresbeginn auf 33 Kinder, die im ersten Jahrgang die neue Einrichtung besuchen. Eingeschult wurden sie in die 1. und 2. Klasse, gleichermaßen feierlich für beide Klassenstufen mit einem Festgottesdienst in der nahen Stadtkirche Peter und Paul gefeiert, schließlich sind christliche Werte wichtige Bestandteile des Konzepts. „Lernen ist etwas Wunderbares und Lebenswichtiges wie die Luft zum Atmen“, gab Pfarrer und Religionslehrer Stephan Pecusa den Neuen mit auf den Weg. Und das Wichtigste sei das Staunen, ein Leben lang. Die Grundschule selbst ist im wahrsten Sinne erst der Grundstein eines langen Weges: Perspektivisch soll in der Loberstadt einmal ein evangelisches Schulzentrum entstehen.

Einschulungen auch in Eilenburg und Umgebung

Auch in weiteren Orten wurden die Kleinen, für die nun der viel besprochene Ernst des Lebens beginnt, feierlich begrüßt. So in Eilenburg. Ab heute lernen 15 Mädchen und Jungen in der Evangelischen Grundschule CULTUS+. Im Rahmen eines Einschulungs-Gottesdienstes nahm Superintendent Mathias Imbusch die Mädchen und Jungen in den Kreis der Schulkinder auf. In der Marienkirche übergab Lehrer Marco Wenk den Schülerausweis und erteilte der gesamten Schulgemeinde den Segen. Auf dem Pausenhof der Bildungseinrichtung stand Heinz Elmann bereit, um das wichtigste Schulutensil, nämlich die Schultüte an die aufgeregten Kids zu überreichen.

Auf dem Pausenhof der Bildungseinrichtung Cultus plus stand Heinz Elmann bereit, um die Schultüte an die aufgeregten Kids zu überreichen. Quelle: Anke Herold

Einige Meter weiter in der Grundschule-Berg nahm der kleine Elias Hedrich seine Zuckertüte in Empfang. „Ich freue mich auf den tollen Spielplatz. Das Lesen, Schreiben und Rechnen kann ich noch nicht so gut, das will ich noch lernen“, erklärt der Schulanfänger, nachdem ihm seine Klassenlehrerin Uta Scherbacher die Schultüte überreichte. Mit ihm gemeinsam lernen weitere 20 Jungen und Mädchen in einer Klasse. Zuvor machte die Lehrerin in der Feierstunde deutlich, wie wichtig es für die Kinder ist, sie in ihrem Tun zu bestärken. Zudem setzt die Lehrerin auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Eltern.

In der Marienkirche übergab Lehrer Marco Wenk den Schülerausweis an die neuen Schulanfänger. Quelle: Anke Herold

Von Christine Jacob und Anke Herold

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