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Bad Düben Zaunstreit in Bad Düben beigelegt – doch jetzt sorgt ein Tor für neuen Ärger
Region Bad Düben Zaunstreit in Bad Düben beigelegt – doch jetzt sorgt ein Tor für neuen Ärger
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09:31 05.12.2016
Dieses Tor vor dem Wohnblock lässt sich nur über eine neu angelegte Streuobstwiese erreichen. Quelle: Ilka Fischer
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Bad Düben

Wie geht es in der Schmiedeberger Straße 9 bis 13 in Bad Düben weiter? Die hier im Mai errichtete mannshohe Zaunanlage um die drei U-förmig angeordneten Wohnblöcke hatte im Sommer und Herbst für viel Gesprächsstoff gesorgt. Weniger bei den Mietern der hessischen Koch-Immogroup. Diese stehen dem Zaun, der die Zahl der Haufen wohnortfremder Hunde und Verschmutzungen durch unberechtigte Dritte verringert, zumindest mehrheitlich positiv oder wenigstens neutral gegenüber. Doch dafür hatte die Stadt als Eigentümerin der angrenzenden Flächen Widerspruch angemeldet. So hatte Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) vehement betont, dass es nicht Ziel sein kann, um alle Wohnblöcke Zäune zu ziehen. „Wir haben in Bad Dübener Geschosswohnungsbau nur wenig gewidmete Wegebeziehungen. Zäune bedeuten hier viele lange Umwege.“

Stadt akzeptiert Zaun

Doch daran wird sich in diesem Fall nichts mehr ändern. Die Stadt hat den Zaun mehr oder weniger zähneknirschend akzeptiert. Doch mit dem Zaun sind zwei weitere Streitpunkte verbunden. Dabei geht es erstens um die Haftpflichtfrage für den Trampelpfad, der von dem Durchgang zwischen den Blöcken 9 und 11 weiter zur SB-Filiale der Sparkasse führt. Mit dem Tor auf diesem wurde der Trampelpfad nach Auffassung der Stadt zur Grundstückszuwegung. Die Haftpflicht sei nun neu zu bewerten.

Zweitens geht es um das Tor in der Brunnenstraße. Die Zufahrt dorthin führt über städtischen Grund und Boden, den die Stadt ihrerseits als Streuobstwiese und Ausgleichsfläche für den Bau des Windmühlenweges gemeldet hat. Inzwischen sind die Bäume auch gepflanzt. Punkt eins konnte in einem Gespräch, das Eigentümer Markus Koch gegenüber der LVZ als eins „in angenehmer Atmosphäre“ beschrieb, geklärt werden. Eine konkrete Folge daraus: Der Trampelpfad wird im Winter von der Immogroup gestreut. Im zweiten Fall ist dagegen noch alles offen. Der Vorschlag der Stadt lautet hier, dass der Eigentümer auf eigene Kosten eine offizielle Grundstückszufahrt von der Schmiedeberger Straße schafft. Als Zeitpunkt dafür bietet sich der 2017 ohnehin geplante Bau von Gehweg und Bushaltestelle in der Schmiedeberger Straße an.

Entscheidung offen

„Diesbezüglich“, so erklärt dazu Markus Koch, „habe ich noch keine Entscheidung getroffen.“ Er werde sich aber zu gegebener Zeit direkt mit der Stadtverwaltung abstimmen. Im Rathaus wartet man darauf gespannt. Denn hier bleibt es bei der Auffassung, dass das Tor in der Brunnenstraße nur im absoluten Katastrophenfall aufschwingen soll.

Von Ilka Fischer

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