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Bad Düben Zehn Punkte, die 2013 auf der Agenda in Bad Düben stehen
Region Bad Düben Zehn Punkte, die 2013 auf der Agenda in Bad Düben stehen
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15:31 16.01.2013
Bad Düben

Feuerwehr:

Noch immer ist die Personalie Sven Hindemitt ungeklärt. Er ist vom Dienst als Stadtteilwehrleiter von BadDüben nach wie vor beurlaubt, signalisierte aber zuletzt, wieder zur Verfügung zu stehen. Zum sich andeutenden Weihnachtsfrieden kam es 2012 nicht mehr. Der Ball liegt jetzt bei Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Sie ist gefordert, zu handeln. Seit Monaten sitzt sie die Personalie aus. Auf dem Neujahrsempfang der Stadt kündigte sie die Neuwahl der Stadtteilwehrleitung BadDüben an. Bedeutet: Mit Hindemitt will sie nicht mehr zusammenarbeiten. Problem dabei: Der 46-Jährige genießt großes Vertrauen in den eigenen Reihen. Sorgt Münster für seine Absetzung, könnte sie sich möglicherweise ein Eigentor schießen. Bereits in der Provinz-Posse „Tankerraub von BadDüben" ist ihr ein unsensibles Vorgehen mit der Feuerwehr attestiert worden.

Kurstadtstatus:

Mit der Neu-Prädikatisierung zum staatlich anerkannten Moorheilbad wird sich die Stadt im dritten und vierten Quartal intensiv auseinandersetzen müssen. Der Landesbeirat für Kur- und Erholungsorte arbeitet derzeit die Kriterien aus, die dieses Jahr bekanntgegeben werden. Ein wichtiges für BadDüben ist das Moor und dessen Anwendung, so der Sächsische Heilbäderverband, weil die Stadt den Titel Moorheilbad führt. Problem dabei: Die Nachfrage nach Moorbädern ist in den vergangenen Jahren im Heide Spa stark zurückgegangen und im Reha-Zentrum sind die Anwendungen sogar gänzlich aus dem Programm genommen worden. Ein Moorheilbad, in dem das Moor immer mehr an Bedeutung verliert? Bürgermeisterin Münster und Landrat Czupalla (CDU) sehen jedenfalls keine Probleme. 2014 steht die Neu-Prädikatisierung an.

Gymnasium:

Wie wird der Streit zwischen Stadt und Bund um das ehemalige Gymnasium ausgehen? Eine Frage, auf die es noch keine Antwort gibt. Der Bund fordert nach wie vor 470 000 Euro von der Stadt. Lässt er sich doch noch auf einen Vergleich ein oder muss BadDüben zahlen? Die Stadtchefin setzt auf die große Politik: „Hier bin ich gespannt, wie die Parteien und Kandidaten, die von uns in den Bundestag gewählt werden wollen, uns zur Seite stehen und ihre Hilfe und ihren Einfluss geltend machen", sagte sie im LVZ-Jahresinterview und geht von einer Klärung in diesem Jahr aus.

Obermühle:

Eigentlich sollte es schon 2012 losgehen. Doch die Sanierungspläne für das Gebäude der alten Ölmühle auf dem Museumsdorfgelände gerieten ins Stocken. Jetzt soll es dieses Jahr klappen, sofern der Stadtrat die Eigenmittel in den Haushalt einstellt, was als wahrscheinlich gilt. 940 000 Euro wird die Sanierung und Ausstattung bei einer 80-Prozent-Förderung kosten. In das marode Objekt sollen Schauwerkstätten eingerichtet werden. Klappt alles mit der Finanzierung, soll über drei Jahre saniert werden.

Schalm-Umbau:

Der Rückbau des Plattenbaus Am Schalm 3 wird gerade seitens der Wohnungsbaugesellschaft vorbereitet, steckt aber noch ganz am Anfang. Die Stadt kann von Fördermitteln profitieren. Für Aufwertungsmaßnahmen sind Beträge von insgesamt 295 000 Euro vorgesehen, plus des Eigenanteils der Stadt von rund 145 000 Euro.

Windmühlenweg:

Vom Stadtumbau soll letztlich auch das Umfeld an der Mittelschule einschließlich Wohnbereich partizipieren. Perspektivisch soll die alte Tip-Kaufhalle verschwinden. Der Platz soll völlig neu gestaltet werden, unter anderem zugunsten von mehr Parkplätzen. Doch die Mittel, die bereits bewilligt wurden, würden nach Einschätzung der Stadtverwaltung nicht ausreichen.

Stadtinformation:

Was wird aus dem Gebäude der ehemaligen Stadtinformation am Paradeplatz, das seit Anfang des Jahres leer steht? Das fragen sich viele. Eine wirkliche Antwort darauf gibt es nicht. Der Stadt schwebt vor, die Immobilie auszuschreiben. Denkbar wäre, darin ein Café einzurichten.

Energiesparstadt:

Bekommt BadDüben noch ein weiteres Bürgersolar-Kraftwerk? Werden dafür städtische Immobilien genutzt, wie 2012 angedacht? Um die Aktivitäten des Ökologischen Beirates der Stadt ist es ruhig geworden. Der wollte zuletzt seine Strategie ändern und bei Projekten dieser Art künftig auf den Eigenverbrauch statt der bislang lukrativen Einspeisevergütung setzen. Fakt ist: Wenn sich die Kommune weiter als Energiesparstadt profilieren will, ist auf der einen Seite mehr Einsatz und auf der anderen mehr Unterstützung vonnöten.

Bauhofgelände:

Der Betrieb Alba, der den Bauhof zum 1. Januar übernommen hat, sucht nach einem neuen Domizil für eine Betriebsstätte in BadDüben. Was wird dann aus dem ehemaligen Kraftverkehrsgelände? Die Stadt will es verkaufen, Discounter Aldi hat Interesse. Ob der Deal 2013 klappt, ist offen.

Einzelhandel:

Schlecker ist bekanntlich raus, das Ambiente-Stübchen in der Altstadt wird dieses Jahr schließen und in Schwemsal neu eröffnen. Beginnt in der Kurstadt der schleichende Geschäfte-Leerstand? BadDüben hatte damit bislang eher weniger zu kämpfen, jetzt könnte es nach Einschätzung von Bürgermeisterin Münster zu einem Problem werden. Sie erhofft sich „auch gute Ideen und Anregungen vom Einzelhandel".

Nico Fliegner

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