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Bad Düben Handyladekabel löst Wohnhausbrand mit zwölf Verletzten aus
Region Bad Düben Handyladekabel löst Wohnhausbrand mit zwölf Verletzten aus
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10:37 06.08.2017
In der Brunnenstraße 16 brannte am Sonnabendmorgen eine Parterrewohnung fast vollständig aus. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Bei einem Wohnhausbrand in Bad Düben sind in der Nacht zu Samstag zwölf Menschen verletzt worden. Mehrere Teile des Hauses im Wohngebiet Brunnenstraße standen kurz nach drei Uhr morgens in Flammen. Zehn Erwachsene und zwei Kinder sind medizinisch behandelt worden. Fünf kamen zur weiteren Behandlungen in umliegenden Krankenhäuser. Die Nacht zum Samstag war für 29 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Bad Düben, Tiefensee und Schnaditz bereits kurz nach 3 Uhr beendet.

Die Leitstelle in Leipzig alarmierte die Feuerwehr zu einem Zimmerbrand in der Brunnenstraße. „Als wir vor Ort eintrafen, zeigte sich eine äußerst brisante Lage. Eine Erdgeschosswohnung stand zum Teil in Vollbrand. Es kam bereits auf der rückwärtigen Seite des Wohnhauses zum Flammenüberschlag ins erste Obergeschoss. An den Fenstern der darüberliegenden Wohnungen befanden sich mehrere Personen, die in ihren Wohnungen eingeschlossen waren. Wir retteten acht Personen, teilweise über die Drehleiter sowie über das Treppenhaus“, schilderte Einsatzleiter Tobias Volkmann. Gleichzeitig habe sich ein Trupp mit C-Rohr auf der Rückseite zur Brandbekämpfung begeben. Dieser sei später durch einen zweiten Trupp im Innenangriff mittels Wärmebildkamera und C-Rohr unterstützt worden. Ebenfalls habe dieser einen Rauchvorhang zur Verhinderung der weiteren Verrauchung des Treppenhaus angebracht, so Volkmann weiter.

Die Feuerwehr konnte trotz zügiger Löscharbeiten ein vollständiges Ausbrennen der Wohnung nicht verhindern. Bei der Rettungsaktion wurden auch die anderen neun Wohnungen des Fünfgeschossers vorübergehend evakuiert.

Aufgrund der hohen Anzahl an verletzten Personen wurde das sogenannte MANV-Stichwort (Massenanfall an Verletzten) für den Rettungsdienst ausgelöst. Dadurch wurden weitere Rettungswagen, die leitende Notärztin, der organisatorische Leiter Rettungsdienst und zwei schnelle Einsatzgruppen des Rettungsdienstes mit verschiedenen Fahrzeugen alarmiert. „In der weiteren Entwicklung kamen auch der Sanitätszug sowie der Betreuungszug zum Einsatz. In unmittelbarer Nähe des Einsatzortes wurde ein Sammelplatz für Betroffene sowie Einsatzkräfte eingerichtet.

Parallel zum Geschehen wurde auch der Katastrophenschutz des Landkreises alarmiert, der die Versorgung der Einsatzkräfte sicherstellte. „Das hat alles vorzüglich geklappt“, lobte der stellvertretende Kreisbrandmeister Kay Kunath den Rettungsverlauf. Nach Kontrolle der Brandwohnung und der anderen Wohnungen übergaben die Feuerwehrleute die Einsatzstelle an die Kriminalpolizei. Über die Höhe des entstandenen Sachschadens konnten noch keine Auskünfte gegeben werden. Die vom Brand betroffenen Mieter sollen vorerst in Ersatzwohnungen untergebracht werden.

Am Samstagabend teilte die Polizei mit, dass die Brandursache ein technischer Defekt war: Das Netzteil eines Handyladekabels mit Anschluss an die Steckdose hatte sich erhitzt. „Dadurch geriet das Inventar in Brand.“

Steffen Brost / luc

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