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Borna 100 000 Euro für blühende Landschaften in Plattenbausiedlung von Borna-Gnandorf
Region Borna 100 000 Euro für blühende Landschaften in Plattenbausiedlung von Borna-Gnandorf
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00:21 20.03.2018
Fördermittel von EU, Freistaat und Stadt machen den neuen Stadtteiltreff in Gnandorf möglich. Um die Umsetzung sollen sich die Bewohner kümmern. Quelle: Julia Tonne
Borna

Ein paar Grad wärmer, etwas Sonne, und es kann losgehen auf der Wiese im Bornaer Stadtteil Gnandorf. Die soll sich während der nächsten zwei Jahre zu einem Stadtteiltreff mausern – mit Schmetterlingswiese, Reparaturcafé, Hochbeeten und vielen Freiwilligen, die gärtnern. Nicht zu vergessen der Sensenworkshop. Der Landesverband Sachsen des Naturschutzbundes (Nabu) hat die 2400 Quadratmeter große Fläche zwischen den Wohnblöcken auserkoren, um hier mit den Gnandorfern ein gemütliches Fleckchen Erde zu schaffen. Rund 100 000 Euro investieren der Europäische Sozialfonds, der Freistaat Sachsen und die Stadt Borna in das Projekt „Zukunftsgärtner(n)“.

Naturnaher Garten mit Hochbeeten geplant

Ziel soll es nach Aussage von Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Die Linke) sein, die Bewohner ins Stadtleben mit einzubinden und sie mitgestalten zu lassen. „Das Areal, das die Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft kostenlos zur Verfügung stellt, ist ideal, um hier einen Stadtteiltreff zu etablieren“, sagt sie. Südlich der Sporthalle entstünden zukünftig unter anderem ein naturnaher Garten mit Hochbeeten und eine Werkstatt für die Reparatur von Kleingeräten.

Ab Dienstag, 3. April, laden die beiden Nabu-Mitarbeiter Daniel Wöhner und Kathleen Burkhardt-Medicke die Bewohner ein, andere Aktive kennen zu lernen „und je nach Lust und Laune mitzumachen“. Gemeinsam sollen Gartenkräuter, Beerenfrüchte und das Lieblingsgemüse der Zukunftsgärtner angepflanzt, geerntet und beim Picknick verkostet werden.

Bauwagen für Geräteservice

Etwa die Hälfte der Projektfläche verwandelt sich in absehbarer Zeit zu einer Blühwiese, zu einer „Puppenstube“ für Schmetterlinge. Die ersten Schritte sind bereits gemacht. Vor einigen Tagen ist der Bauwagen aufgestellt worden, der als Reparaturcafé dienen soll. „Hierher können die Gnandorfer Kleingeräte mitbringen, die nicht mehr richtig funktionieren, aber zu schade zum Wegwerfen sind“, sagt Burkhardt-Medicke. Außerdem brauche der Wagen noch eine Verschönerung, um die sich die Stadtteilbewohner ebenso kümmern können.

Exkursionen, Vorträge, Workshops – der erste wird ein Sensenworkshop sein – und Wanderungen ergänzen das Projekt. Der Gutachter Michael Behling begleitet den auf zwei Jahre angelegten Stadtteiltreff und hofft, „dass wir die Zukunftsgärtner auf so sichere Beine stellen, dass es auch danach weitergehen wird“. Denn ein solches Vorhaben sei für Gnandorf ein Glücksfall.

Plattenbauviertel soll aufgewertet werden

Ein erster Gärtner hat sich bereits gemeldet. Paul Janus, unter anderem auch im Seniorenbeirat umtriebig, will mit vielen Helfern das Viertel aufwerten und hofft auf entsprechende Beteiligung. „Wenn viele hier anpacken, wird es ein traumhaftes Eckchen.“

Dienstags und mittwochs sind die zwei Nabu-Mitarbeiter von 10 bis 15 Uhr vor Ort, donnerstags von 14 bis 18 Uhr, um zu Gartengeräten zu greifen oder zum Werkzeug. Beide sprechen übrigens auch Englisch, damit es eine internationale Runde in Gnandorf wird.

Von Julia Tonne

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