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Borna 1000 Jahre ein Jahr lang feiern: Großdeubener beweisen Ausdauer beim Jubiläumsfest
Region Borna 1000 Jahre ein Jahr lang feiern: Großdeubener beweisen Ausdauer beim Jubiläumsfest
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00:18 24.05.2017
Ein feucht-fröhliches Vergnügen bescherte Bürgermeister Dietmar Berndt beim Fassanstich Claude Böhler (l.) und den anderen. Quelle: Foto: Gislinde Redepenning
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Böhlen/Großdeuben

1000 Jahre Großdeuben sind wahrlich ein Grund zum Feiern: Die Einwohner des Böhlener Stadtteils gönnen sich das Vergnügen während des Festjahres sogar jeden Monat. Am Wochenende stand das Fest in der Zeschwitzer Straße an.

Claude Böhler, Bauträger der in der Straße entstehenden Einfamilienhäuser, hatte ein Wochenende voller Unterhaltung versprochen und das ansonsten beschauliche Areal zur Partymeile mit tollen Plätzen für Aktion, Spiel, Sport und Spaß, Musik, Tanz, Kabarett und Vorträgen verwandelt. „Wir organisieren solch ein Fest zum ersten Mal und werden sehen, wie die Leute das annehmen“, sagte Böhler. „Im nächsten Jahr wollen wir das auf jeden Fall wiederholen. Denn hier entwickelt sich eine Siedlung, die sich sehen lassen kann.“

Lob kam von Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) beim ersten Rundgang über das prächtig hergerichtete Festgelände mit Zelten und Tanzfläche, Spiel- und Mitmachmöglichkeiten sowie jeder Menge kulinarischer Angebote: „Familie Böhler hat sich etwas einfallen lassen. Drei Tage lang gibt es ein Riesen-Programm mit tollen Events und Überraschungen für die Kinder.“

Zum feuchtfröhlichen Auftakt am Freitag, als die Sonne noch vom Himmel knallte, floss das Bier in Strömen – leider nicht gleich in die vorgesehenen Gläser und Becher. Vor dem offiziellen Fassbieranstich von Berndt und Böhler wurde natürlich gefrotzelt und darüber gelästert, ob das Vorhaben spritzerlos über die Bühne gehen würde. „Bei mir haben die Fass-Anstiche bisher immer geklappt“, behauptete Berndt. Die Serie hatte ein Ende, als sich der Gerstensaft dann zur Gaudi der Schaulustigen unkontrolliert auf die Straße ergoss. Immerhin reagierten die Umstehenden schnell und zapften im Akkord. Bis zum Gewitter blieb die Stimmung prächtig, dann wehte es nicht nur die feiernden Großdeubener auseinander. „In der Nacht hat uns das Unwetter gleich zwei Zelte weggeblasen“, bedauerte Böhler am Sonnabend vor dem großen Ansturm der Besucher. „Wir mussten früh raus, um alles wieder aufzubauen.“

Auf dem Parcours für Kinderquads war von Beginn an etwas los. Die dröhnenden Motoren lockten nicht nur kleine Motorfreunde. „Auf unserem Gelände am Hainer See dürfen Kinder ab neun Jahren auch alleine fahren, auf Festen erlauben wir das aus Sicherheitsgründen nicht“, erklärte André Mehner, der zusammen mit dem elfjährigen Vincent Helme verteilte und die Kunden einwies: „Die Papas freuen sich immer, wenn sie mitfahren dürfen.“ Oft genug sind es auch die Mamas, die ihren Spaß haben. Mutter Diana sauste mit dem siebenjährigen Robin vorneweg, Vater Mario mit dem zweijährigen Silas hinterher. Das Quartett war extra für den Fahrspaß aus Rötha hergekommen.

Die Großdeubener kommen aus dem Feiern nicht heraus. Der nächste Höhepunkt steht vom 16. bis zum 18. Juni mit einem Festwochenende auf dem Platz in der Wiesenstraße an: mit vielerlei Unterhaltungsangeboten, den „Firebirds“ und einem Feuerwerk.

Von Gislinde Redepenning

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