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1100 Dias: Wolfgang Enoch übergibt Fotosammlung ans Museum Borna

Lebenswerk 1100 Dias: Wolfgang Enoch übergibt Fotosammlung ans Museum Borna

Der Fotograf Wolfgang Enoch übergibt seine umfangreiche Fotosammlung an das Museum Borna. Die Dia-Sammlung zeigt die Stadt im Wandel der Zeit – von Mitte der 1960er bis Anfang der 2000er Jahre. Acht Ordner, ordentlich beschriftet mit „Borna 1“ bis „Borna 8“ und Wassergasse, Brühl oder Marktplatz. So sieht sie aus, die Sammlung mit 1100 Dias.

Wolfgang Enoch freut sich, dass sein fotografisches Lebenswerk beim Museum Borna in guten Händen ist.

Quelle: Andreas Döring

Borna. Acht Ordner, ordentlich beschriftet mit „Borna 1“ bis „Borna 8“ und Wassergasse, Brühl oder Marktplatz. So sieht sie aus, die Dia-Sammlung, welche Wolfgang Enoch am Dienstag dem Museum Borna übergeben hat. Insgesamt gehen 1100 Dias in die Sammlung des Museums über. „Einen wichtigen Schatz für unsere Sammlung“, nennt Marie Breinl, Museologin die Bilder. Sie zeigen Borna von Mitte der 1960er Jahre bis Anfang der 2000er. „Alle wichtigen Plätze und Gebäude sieht man zu unterschiedlichen Jahreszeiten, ebenso wie die Veränderung der Menschen und ihrer Kleidung und in den Straßenzügen der Stadt“, fasst Breinl den Inhalt der Dias zusammen.

„Ich habe schon immer gern gemalt, aber das war sehr aufwendig, also habe ich mich der Fotografie zugewandt“, erklärt der 80-jährige Enoch seinen Werdegang. Ursprünglich aus der Oberlausitz stammend stellte er Anfang der 60er Jahre fest: „Borna ist wohl meine neue zweite Heimat.“ Erst etwas planlos, begann er die Stadt, ihre Gebäude und Menschen zu fotografieren. „Zuerst sah man überall einen Aufschwung, aber dann, nach etwa zehn Jahren, begann sich vieles zu verändern. Ich würde sagen: Es ging bergab“, erinnert sich Wolfgang Enoch an seine damaligen Eindrücke. Für ihn der Moment, wo er sich dachte, diesen Umbruch und die Veränderungen in der Stadt, müsse man für die Nachwelt festhalten. „Mein Ehrgeiz war gepackt.“

Die Fotos zeigen aber nicht nur den normalen Veränderungsprozess eines Stadtbildes. „Durch die politischen Veränderungen hatte ich das Glück, Gegensätze darzustellen: Von verfallenen Straßenzügen bis zum Abriss oder dem Wiederaufbau und Neubau“, so Enoch. Sieht man beispielsweise auf Fotos aus Vor-Wendezeiten noch Trabbis, sind in den 90er Jahren neuere Autos zu sehen.

Oberbürgermeisterin, Simone Luedtke (Die Linke), freut sich sehr, dass das Museum in den Besitz der Dias kommt. „Für mich ist das praktisch Geschichtsunterricht. Ich bin selbst erst nach der Wende in die Stadt gekommen und kenne das alte Borna gar nicht.“ Sie kann sich vorstellen, die Ansichten in einer Ausstellung zu zeigen. „Auf den Bildern gibt es viel zu entdecken. Ich denke, dass die Einwohner sich sehr dafür interessieren, wie sich ihre Stadt verändert hat.“

Wolfgang Enoch freut sich, dass die Stadt und das Museum seine Dias so gerne übernommen haben. „Ich bin überzeugt, dass viele Dias einen historischen Wert für die Stadt haben und auch einen politischen Hintergrund.“ Wenn es darum geht, die Sammlung als sein fotografisches Lebenswerk zu bezeichnen, wirkt er gerührt, sagt aber nur mit einem leisen Lächeln: „Na ja, ein bisschen Wahrheit ist schon dabei.“

Von Tatjana Kulpa

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