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Borna 120 Bewerbungen für 13 Wohnungen: Neue Bornaer Seniorenwohnanlage gefragt
Region Borna 120 Bewerbungen für 13 Wohnungen: Neue Bornaer Seniorenwohnanlage gefragt
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13:43 09.10.2016
Erhard Posch hat in dieser hübschen Zwei-Zimmer-Wohnung im betreuten Wohnen sein neues Zuhause gefunden. Danuta Patzig, Leiterin Hauswirtschaft bei der Volkssolidarität, ist die Ansprechpartnerin für alle Bewohner des Hauses. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Im Herbst seines Lebens kehrt Erhard Rosch in seine Heimatstadt Borna zurück. Erst vor wenigen Tagen ist der 86-Jährige von Kitzscher, wo er über zehn Jahre lebte, in die neue Seniorenwohnanlage der Volkssolidarität in der Bornaer Mühlgasse 51 (ehemals DAA) umgezogen, hat sich hier eine gemütliche Zwei-Raum-Wohnung mit eigenen Möbeln eingerichtet. Alles, was er braucht, befindet sich in greifbarer Nähe. Wenn Erhard Rosch Geselligkeit sucht, kann er die vielfältigen Angebote im Hauptgebäude des betreuten Wohnens am Dinterplatz 1 nutzen – von Gehirnjogging, Modenschauen, Lichtbildervorträgen, Herbstfest und Strickcafé bis hin zu Kaffeenachmittagen oder einer Travestieshow. Bei Bedarf wird das Essen angeliefert oder kann auch im Speisesaal am Dinterplatz eingenommen werden, nur wenige Gehminuten entfernt. Seine Parterrewohnung ist gut mit dem Gehbänkchen erreichbar.

Am Freitagnachmittag wurde die neue Anlage für betreutes Wohnen feierlich eingeweiht, exakt zwei Jahre nach Beginn der Umbauarbeiten. „Es ist mittlerweile unser achtes Haus“, sagt Grit Donner, Bereichsleiterin Soziale Dienste bei der Volkssolidarität. 1998 öffnete das erste Objekt in der Ernst-Reinsdorf-Straße in Pegau, später kamen zwei weitere in der Elsterstadt dazu, dann in Kitzscher, Regis-Breitingen, Borna-Nord, am Dinterplatz und nun in der Mühlgasse. 13 altersgerechte und barrierefreie Wohnungen sind hier entstanden, jeweils zwischen 35 und 62 Quadratmeter groß, verteilt auf vier Etagen. Bequem sind alle Stockwerke mit dem Fahrstuhl erreichbar, im Keller befindet sich außerdem ein Pflegebad. Mittlerweile sind alle Wohnungen belegt, doch der Bedarf war weitaus höher, berichtet Grit Donner auf LVZ-Anfrage. „Wir hatten immerhin 120 Bewerbungen“.

Jede Wohnung ist an ein Notrufsystem angeschlossen, eine Krankenschwester ist dann schnell vom Hauptsitz am Dinterplatz in die Mühlgasse geeilt. Zum Rundum-Sorglos-Paket gehören ebenso die Beratung in sozialen Fragen, aber auch Hilfe bei Schriftverkehr mit den Behörden oder beim Anträge stellen. Darüber hinaus werden medizinische und sozialpflegerische Leistungen vermittelt, Haushalthilfen und Reiseangebote, Medikamentenversorgung und Apothekendienst. „Ach, hier lässt es sich gut leben“, sagt Erhard Rosch und lässt seinen Blick zufrieden über sein neues Zuhause schweifen.

Bereits seit Mai dieses Jahres betreibt Torsten Mortan im Erdgeschoss eine Ergotherapie. Der 45-jährige gebürtige Bornaer hat eine Zusatzausbildung als Fachergotherapeut für Schmerztherapie und Handtherapie und verbucht eine stetig wachsende Patientenzahl. „Der Start im Frühjahr lief sehr gut“, zieht er eine erste Bilanz und mittlerweile sucht er händeringend einen zweiten Therapeuten.

Von Kathrin Haase

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