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14 Kitzener Vereine wollen künftig enger zusammenarbeiten

Zusammenarbeit 14 Kitzener Vereine wollen künftig enger zusammenarbeiten

Dass die Flüchtlingsdiskussion in absehbarer Zeit auch auf Pegau und den Ortsteil Kitzen zukommen wird, steht für Ingrid Riedel, Vorsitzende des Fördervereins der Kreuzkirche in Kitzen, außer Frage. Für sie ein Grund, alle Vereine des kleinen Ortes zusammenzutrommeln und sie schon jetzt dafür zu sensibilisieren.

Der Kitzener Karnevalclub kann, wenn es nach Vorschlägen von Ingrid Riedel geht, auch bei Veranstaltungen anderer Vereine auftreten. Riedel hofft auf eine engere Vernetzung der Kitzener Gruppen.

Quelle: Kathrin Haase

Pegau/Kitzen. Dass die Flüchtlingsdiskussion in absehbarer Zeit auch auf Pegau und den Ortsteil Kitzen zukommen wird, steht für Ingrid Riedel, Vorsitzende des Fördervereins der Kreuzkirche in Kitzen, außer Frage. Für sie ein Grund, alle Vereine des kleinen Ortes zusammenzutrommeln und sie schon jetzt dafür zu sensibilisieren. „Wenn die Flüchtlinge wirklich kommen und wir wissen von nichts, ist das Kind in den Brunnen gefallen“, begründet sie ihren Vorstoß. „Besser ist es, sich schon jetzt mit dem Thema zu beschäftigen, dann gelingt auch die Integration schneller.“

Wenige Tage ist es her, dass sich Vertreter der rund 14 Vereine aus Kitzen getroffen haben. Nicht nur das Thema Flüchtlinge stand auf der Tagesordnung. Riedel geht es auch darum, die Gruppen besser miteinander zu vernetzen und die Zusammenarbeit auf eine breitere Basis zu stellen.

Hintergrund ist, dass Kitzen noch immer „sehr inhomogen“ durch die Bevölkerungsentwicklung sei. Die Bewohner seien vom Steinberg, aus dem Rodeland oder Alteingesessene. Doch was sie alle miteinander verbindet, ist die Tatsache, dass die meisten von ihnen in Vereinen tätig sind. Und die Vielfalt in dem rund 1900-Seelen-Dorf ist groß. Sie reicht vom Modellflieger-Club und Anglerverein über Freunde des Werbener Sees, den Pilzverein, Siedlerverein, SV Kitzen, Seniorenclub und Tierzüchter bis hin zum Oldtimerverein, Landfrauenclub, Jugendclub sowie zu den jeweiligen Feuerwehren aus den umliegenden Ortsteilen.

„Die Dörfer müssen sich selbst attraktiv machen, um den Bevölkerungsschwund gering zu halten und Familien anzulocken. Ein reiches Vereinsleben ist daher äußerst wichtig“, macht Riedel deutlich. Allerdings sei die Zusammenarbeit untereinander nicht außer Acht zu lassen. Erste Möglichkeit für die Vereine, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, ist das Pfingstbier. Zwar laufen die Planungen bereits auf Hochtouren, aber angedacht ist, dass sich jede Gruppe mit einem Stand im Kitzener Rittergutspark vorstellen kann. Riedel hofft, dass das Pfingstbier ein erster Anfang ist. Sie schlägt zudem vor, dass bei Highlights einzelner Gruppen auch Vertreter anderer dazukommen und sich daran beteiligen. Das könne zum Beispiel ein Auftritt des Karnevalclubs beim Förderverein der Kirche sein oder eine Oldtimerausfahrt zum SV Kitzen.

Auf offene Ohren stieß auch ihr Vorschlag, die Vereine auf digitaler Ebene besser zu vernetzen. Antje Müller, Ortschaftsrätin und Betreuerin im Jugendclub, will über die Internetseite www.freizeit-kitzen.de den Vereinen eine Plattform geben. Und auch über den Internetauftritt der Stadt Pegau sollen nach Wünschen der Kitzener die Gruppen mehr in den Fokus gerückt werden.

Dass Riedel bei dem Treffen vor allem auch auf die Flüchtlingssituation aufmerksam gemacht hat, liegt daran, dass das Thema nicht weit weg sei von der Stadt und seinen Ortsteilen. „Und wo gibt es eine bessere Chance, die Menschen zu integrieren, als in einem Verein?“, macht sie deutlich. Bei den Gruppen liege die Verantwortung für ein gelungenes Miteinander – nicht nur unter den Kitzenern selbst, sondern auch mit Flüchtlingen.

Von Julia Tonne

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