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15 000 Bücher vom Gynmasium

15 000 Bücher vom Gynmasium

Im vorigen Jahr stieg der Bestand des Bornaer Museums auf einen Schlag um 15 000 Stück. Es handelte sich um historische Bücher aus dem Bestand des Teichgymnasium.

Borna. Ein Beispiel dafür, dass sich der Bestand des Museums Jahr für Jahr vergrößert und nur ein Bruchteil der potenziellen Ausstellungsstücke auch gezeigt werden kann.

Das Prunkstück ist und bleibt zweifellos die bekannte Kesselpauke des Karabinier-Regiments Borna. Es stammt aus dem Trompetenkorps der Militäreinheit, die bis 1920 in Borna stationiert war, und kam Mitte der 90er Jahre wieder nach Borna, als es zunächst bei einer Auktion in München aufgetaucht war. Zwischen den Kriegen hatte das Instrument als verschollen gegolten. Nach seiner Wiederentdeckung entschied sich die Stadt Borna für den Rückkauf des Instruments. Die Kesselpauke ist nur eins von diversen Stücken die oftmals im Depot lagern, wie Museumschefin Gabriele Kämpfner sagt.

Zum Bestand gehören etwa Fotos, Pläne und Alben, aber auch Uniformen, die allesamt auf die Zeit des Braunkohlenabbaus hinweisen. Der ist bekanntlich ein Schwerpunkt der Bornaer Sammlung. Auch die Geschichte des Karabinier-Regiments wird mit weit mehr als der Kesselpauke aufbereitet, etwa mit Reservistenbildern und Devotionalien aller Art. Derartiges findet sich bisweilen in Familienbesitz und kommt auf diese Weise ins Museum.

Aus einer völlig anderen Richtung stammen Stücke, die etwa auf Künstler mit Bezug zu Borna hinweisen. Zu nennen wären Martha Schrag, von der es im Museum Lithografien gibt. 0der Werke von Friedrich Schille. Die Zahl der Ausstellungsstücke, die mangels Platzes im Depot lagern, gilt als sechsstellig.

Dazu tragen auch Übereignungen wie die Büchersammlung des Gymnasiums bei. Sie geht auf die Bibliothek des einstigen Bornaer Lehrerseminars zurück, in dem seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts künftige Lehrer die Hochschulreife erhielten. Wobei die Bücher aus der Gymnasiumssammlung keineswegs die ältesten Druckwerke im Museum sind. "Wir haben auch Bücher aus früheren Jahrhunderten", sagt Museumschefin Kämpfner.

Inwieweit die Bücher auch konkret genutzt werden können, steht noch in den Sternen. Überhaupt ist die praktische Verwendung musealer Schätze eher die Ausnahme. Auch das macht die Kesselpauke deutlich. Die war nach ihrem Erwerb bisher lediglich einmal zu hören- in einem Konzert des damaligen Westsächsischen Symphonierochesters.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.08.2013

Nikos Natsidis

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