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Borna 200 000 Besucher seit der Grundsteinlegung
Region Borna 200 000 Besucher seit der Grundsteinlegung
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00:34 01.06.2018
Im Kraftwerk Lippendorf wurde am Dienstag Karina Jahn vom stellvertretenden Werkleiter Uwe Palm (r.) und von Besucherführer Lutz Dornberg als 200 000. Besucher begrüßt. Quelle: André Neumann
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Neukieritzsch/Lippendorf


Im Braunkohlekraftwerk Lippendorf der Leag ist am Dienstagmittag der 200 000. Besucher begrüßt worden. Karina Jahn gehörte zu einer Gruppe von Mitarbeitern des Potsdamer Energie-Unternehmens Danpower. Der stellvertretende Kraftwerksleiter Torsten Palm hieß die Teamassistentin aus dem Danpower-Betriebsteil in Großenhain mit Blumen und Geschenken im Kraftwerk willkommen.

Interesse ist ungebrochen

Das Interesse an dem im Jahr 2000 in Betrieb gegangenen Kraftwerk ist ungebrochen. In einem umgebauten Gebäude des früheren Chemiewerkes Böhlen hatten die am Bau beteiligten Konzerne schon zur Grundsteinlegung 1995 ein Besucherzentrum eingerichtet.

Lutz Dornberg, der noch heute die Gäste durch das moderne Werk führt, erinnert sich: „Wir sind von Anfang an mit Besuchern über die Baustelle gegangen.“ Gezählt werden die seit dem 29. November 1995, dem Tag der Grundsteinlegung.

Bis zu sechs Gruppen täglich

Die ersten Besuchergruppen waren Schulklassen. Zunehmend interessierten sich Studenten, Techniker und Wissenschaftler für den Energiekoloss mit seinen zwei 900-Megawatt-Blöcken. In den ersten Jahren nach dem Produktionsstart erreichten die Besucherzahlen mit bis zu 13 000 im Jahr die Spitzenwerte.

Drei fest angestellte Mitarbeiter im Besucherzenttrum führten damals bis zu sechs Gruppen täglich vom Fuß der Kessel über die Maschinenräume mit Turbinen und Generatoren bis hinauf auf die Plattform eines der beiden Maschinenhäuser. Aktuell sind es immer noch 6000 bis 8000 Besucher im Jahr.

Auch Skeptiker kommen

Darunter seien, sagt Torsten Palm, durchaus auch Braunkohle-Skeptiker. Die nach einer Führung durch das Werk allerdings meist erstaunt darüber seien, wie sauber es in einem Braunkohlekraftwerk zugeht, das noch immer eines der modernsten der Welt ist. Das Besucherzentrum betrachtet er als sehr wertvolle Einrichtung für das Kraftwerk.

Die knapp 30-köpfige Gruppe am Dienstag bestand überwiegend aus Ingenieuren und Büromitarbeiterinnen von verschiedenen Danpower-Standorten des Betriebsteils Contracting aus ganz Deutschland. Geschäftsfeld ist der Bau von Energieerzeugungsanlagen und der Verkauf von Wärme, Strom und Kälte unter anderem an Großvermieter.

„Energie ist unser Geschäft“, begründete Betriebsleiter Uwe Linke das Interesse seiner Kollegen am Kraftwerk. Karina Jahn bestätigte das mit den Worten: „Ich finde es spannend, mal ein so großes Kraftwerk zu sehen.“ Schließlich sind die Energieerzeuger, die Danpower baut, doch deutlich kleiner.

Für Kraftwerksführer Lutz Dornberg ging es am Dienstag nach der Führung mit der Jubiläumsbesucherin gleich weiter. Im Anschluss hatte sich Thomas Bruckner, Professer für Energiemanagement und Nachhaltigkeit mit einer Gruppe Studenten angekündigt.

Der Lehrstuhl an der Universität Leipzig war anfangs eine Stiftungs-Professur des Energiekonzerns Vattenfall, der bis zum 30. September 2016 Betreiber des Kraftwerkes war. Seitdem gehört das Lippendorfer Kraftwerk zur Unternehmensgruppe Lausitz Energie AG (Leag).

Von André Neumann

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