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2015 im Landkreis durchschnittlich 1600 Asylbewerber

2015 im Landkreis durchschnittlich 1600 Asylbewerber

Mit Beginn des neuen Jahres wird der Landkreis Leipzig das umstrittene Gutschein-System für Asylbewerber ad acta legen und komplett auf Bargeld-Auszahlung umstellen.

Borna. Damit wird der Kreis die neuen gesetzlichen Regelungen im Asylrecht umsetzen, welche die Bundesregierung derzeit auf den Weg bringt. Auch die sogenannte Residenzpflicht soll gelockert werden, informierte Beigeordneter Thomas Voigt den Kreisausschuss des Kreistages. Wie berichtet, haben die anderen sächsischen Landkreise die Gutschein-Versorgung längst auf eigene Kappe abgeschafft.

Landrat Gerhard Gey (CDU) sagte, dass der Landkreis im kommenden Jahr mit einem "Durchschnittsbestand von 1600 Asylbewerbern" rechnet. "Das ist für uns eine Herausforderung." Es müssten noch zwei bis drei zentrale Unterkünfte geschaffen werden, so Gey. Der Landkreis strebt an, etwa die Hälfte der Asylsuchenden dezentral, also in Wohnungen, unterzubringen.

Zwischen Landesregierung und kommunaler Seite liegt indes noch erhebliches Konfliktpotenzial, wie Voigt verdeutlichte. Bei einem Spitzengespräch mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich am 24. November hoffen die Landräte und Oberbürgermeister auf offene Ohren. "Es hat sich einiges aufgestaut, das einer Regulierung bedarf", so Voigt. Vor allem aber geht es um die finanzielle und personelle Ausstattung, um den Strom der Asylbewerber vor Ort zu beherrschen und die Betreuung zu sichern.

Der Sächsische Landkreistag habe eine Arbeitsgruppe zur Unterbringung der Asylbewerber gegründet, die unter seiner Leitung steht, erklärte Voigt weiter. Auch diese AG will die Kooperation zwischen Freistaat und Kommunen verbessert wissen. Unter anderem fordere man bei Zuweisungen einen Vorlauf von zehn bis 14 Tagen und die genaue Zahl der Ankommenden. Manchmal würden derzeit kaum zwei bis drei Tage Zeit bleiben, sich auf die Ankunft vorzubereiten. Inzwischen würde in einigen Fällen sogar die Erstaufnahme umgangen, so Voigt. Damit kämen neue Probleme auf den Landkreis zu.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.11.2014
Frank Prenzel

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