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Borna 25. Schützenfest: Königin Juliette Rausch trifft in Pegau am besten
Region Borna 25. Schützenfest: Königin Juliette Rausch trifft in Pegau am besten
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10:03 08.08.2016
Schießleiter Frank Barthel (links), Schüler Tom-Rober Rüßler und Oliver Posnien beim Bogenschießen Quelle: Foto: René Beuckert
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Pegau

Die neue Pegauer Schützenkönigin heißt Juliette Rausch. Sie traf beim 25. Vereinsfest ins Schwarze. Der noch amtierende Schützenkönig Manfred Herling gratulierte und mit einem weinenden und einem lachenden Auge und übergab Juliette Rausch die etwa drei Kilogramm schwere Schützenkette. „Ich freue mich darüber, dass eine Frau Zielsicherheit bewiesen hat“, sagte er. Die frisch gekürte Schützenkönigin konnte ihr Glück kaum fassen. „Für mich ist es aufregend, zumal ich erst seit diesem Jahr mit dabei bin“, sagte sie.

Rolf Hesselbarth vom Verein ist ein Kenner der Geschichte, der nach dessen Neugründung nahezu von Anfang an mit dabei ist. Die Tradition der Pegauer Schützen reicht bis ins Jahr 1444 zurück, wie aus den ersten urkundlichen Erwähnungen überliefert ist. „Meinem Wissen nach zählen wir mit zu den ältesten Schützenvereinen in ganz Deutschland“, sagte Hesselbarth stolz. Der Überlieferung nach fand das Schießen seinerzeit noch mit der Armbrust statt. Dieser Tradition sind die Schützer treu geblieben und üben diese Disziplin neben den Druckluft- und Feuerwaffen immer noch aus. Vor allem die Frauen, die zum Pegauer Allgemeinen Schützenverein gehören, bemühen sich, die Apfelkönigin zu ermitteln. „Das hat sich bei uns im Verein zu einer schönen Tradition entwickelt“, erklärte die amtierende Apfelkönigin Manja Klemm. Der Preis für den errungenen Titel ist die Einladung aller Frauen zu einem gemeinsamen Treff, den sie nicht entbehren möchten, bleibt die Frauenrunde doch während dieser Zeit unter sich.

Rolf Hesselbarth verwies darauf, dass die Pegauer diesen Brauch von befreundeten Schützen aus Nordrhein-Westfalen übernommen haben. „Dort wurden die Ehefrauen auf diese Weise ins Schützenleben eingebunden, was großen Anklang fand.“

Hauptmann Britta Roth freute sich darüber, dass eine Frau zur Schützenkönigin gekürt wurde. „Es ist schön mitzuerleben, wie sich die Frauen in den Verein einbringen und den Männern im Schießen in nichts nachstehen“, betonte sie.

Auch die Männer würdigten den Erfolg der Frauen. Der ausgeschiedene Schützenkönig Manfred Herling erwähnte, die Schützen seien eine große Gemeinschaft, in die sich jeder auf seine Weise mit einbringe. „Neben dem sicheren Umgang mit der Waffe und dem Schießen an sich ist es vor allem die Geselligkeit, die allen gefällt. Auch unsere jungen Schützen fühlen sich im Verein gut aufgehoben“, betonte er.

Oliver Posnien ist einer von den Jugendlichen, die vor einigen Jahren zum Verein gefunden haben. „Für mich ist das Schießen und Wissen um die Waffentechnik zwar spannend, aber auch die Atmosphäre möchte ich nicht missen.“

Manfred Herling stellte fest, der Schützenverein habe verschiedene Facetten. Die Kinder und Jugendlichen lernen im sportlichen Schießen Konzentration, Disziplin und Achtung vor den anderen. Erwachsene finden beispielsweise Freude an historischen Waffen, dem Armbrustschießen oder spezialisieren sich auf einen bestimmten Waffentyp. „All das hat in unseren Verein seine Berechtigung“, hob Manfred Herling hervor.

Von René Beuckert

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