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Borna 26-jähriger Stieler soll Oberbürgermeisterin Luedtke in Borna herausfordern
Region Borna 26-jähriger Stieler soll Oberbürgermeisterin Luedtke in Borna herausfordern
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14:01 19.05.2015
Sebastian Stieler Quelle: Thomas Kube

Damit ist auch klar, dass SPD-Stadtrat Michel Zurbrügg und Thoralf Lang, der Vorsitzende des Gewerbevereins und für die "Bürger für Borna (BfB) im Stadtrat, nicht mehr als Kandidaten zur Verfügung stehen.

Es war eine illustre Gruppe von Vertretern aller wichtigen politischen Gruppierungen der Stadt mit Ausnahme der Linken, die in den Räumen des Bornaer Gewerbevereins am Markt zusammengekommen war. Es handelte sich um ein Gremium, das so weder vorgesehen noch verboten ist und in dem sich Leute zusammentaten, die mehrheitlich nicht allzu viel gemeinsam haben. Mit der Entscheidung von Vertretern von CDU, "Bürgern für Borna" (BfB), SPD und Freien Wählern (Borna (FWB), den Grünen sowie FDP-Mann und Stadtrat Gerhard Artelt hat sich mit Stieler einer von den OBM-Anwärtern durchgesetzt, die bereits von Anfang an, im Frühherbst, ihr Interesse an einer Kandidatur signalisiert hatten. Mit ihm hatten seinerzeit CDU-Stadtrat Sylvio Weise und der Geschäftsführer der Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS), Sören Uhle, ihr Interesse am höchsten Posten in der Stadt deutlich zu erkennen gegeben.

Was folgte, war ein bisweilen surreales Theater inclusive eines Kandidaten-Castings, nach dem aber immer noch niemand klüger war. Der große Unbekannte mit noch größerer politischer Erfahrung, dessen Name nicht genannt wurde beziehungsweise nicht genannt werden sollte, entpuppte sich dann als Michael Feist (CDU), Vize-Präsident der Landesdirektion und 64 Jahre alt, den wer auch immer für gut genug hielt, in Borna abzutrainieren.

Das soll nunmehr Geschichte sein, wenn es nach den Machern des Oberbürgermeisterkandidaten Stieler geht. Der wurde übrigens mit folgendem Stimmenverhältnis gewählt: Zwei (CDU/FWB) zu eins (SPD für Zurbrügg) zu eins (BfB für Lang), während sich der Rest (Grüne/FDP) enthielt oder nicht abstimmen wollte. Stieler kündigte gestern an, jetzt könne es mit dem Wahlkampf losgehen. Bliebe es bei den beiden Kandidaten - Stieler und die Amtsinhaberin - gäbe es in Borna erstmals einen Zweikampf um den Chefsessel im Rathaus. Bei der ersten demokratischen Kommunalwahl nach der Wende 1990 war der spätere Bürgermeister Lutz-Egmont Werner (CDU) nicht direkt, sondern von der damalige Stadtverordnetenversammlung gewählt worden. Vier Jahre später hatte dessen Beigeordneter, SPD-Mann Bernhard Schubert, nach dem zweiten Wahlgang die Nase vorn. Gestartet waren drei Bewerber. Vier standen 2001 im Kandidatenfeld; Bernd Schröter (BfB) lag am Ende hauchdünn vor dem seinerzeitigen Bürgermeister Eberhard Kupfer (SPD-Kandidat). Vor vier Jahren schließlich siegte die heutige Oberbürgermeisterin nach dramatischen Wendungen zwischen erstem und zweitem Wahlgang. Sie war eine von anfangs fünf OBM-Kandidaten. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.02.2015
Nikos Natsidis

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