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300 frühere Bornaer Gymnasiasten feiern fröhliches Wiedersehen

Im Stadtkulturhaus 300 frühere Bornaer Gymnasiasten feiern fröhliches Wiedersehen

Richtig gut besucht war wieder das Ehemaligen-Treffen von Bornaer Abiturienten im Stadtkulturhaus. Am Dienstagabend fand diese traditionelle Veranstaltung mit Absolventen des Gymnasiums „Am Breiten Teich“ und des früheren Pestalozzi-Gymnasiums statt.

Eine beständige Schülerfreundschaft demonstriert beim Abituriententreffen 2016 auch eine Gruppe ehemaliger Gymnasiasten um Lara Sporbert (r.) und Robert Schmidt (2. v. l.).

Quelle: Wolfgang Riedel

Borna. Richtig gut besucht war wieder das Ehemaligen-Treffen von Bornaer Abiturienten im Stadtkulturhaus. Am Dienstagabend fand diese traditionelle Veranstaltung mit Absolventen des Gymnasiums „Am Breiten Teich“ und des früheren Pestalozzi-Gymnasiums statt. Die Fäden liefen bei Jens Staacke, stellvertretender Schulleiter und Vertreter des Schulfördervereins, zusammen. Ein Empfangsdamentrio um die aktuelle Zwölftklässlerin Christina Gesell konnte rund 300 Teilnehmer begrüßen.

Bei rockig-poppiger Musik von „Satisfaction“ der Rolling Stones bis hin zu „Millionen Lichter“ von Christina Stürmer, die DJ Daniel Olejniczak auflegte, kamen die Ehemaligen verschiedener Jahrgänge in pausenlose Gespräche. Es ging vor allem rund um unvergessliche Erlebnisse während der Schulzeit bis hin zur beruflichen Karriere späterhin. Der aus Flößberg stammende 64-jährige Gerhard Fiebig hatte 1970 am „Teichgymnasium“ mit einem erfolgreichen Abiturabschluss geglänzt und wohnt heute in Chemnitz. Dort arbeitet der Elektroingenieur in einem Technik-Großhandel. Mit einer spannenden Berufskarriere beeindruckte auch Christina Doerschel, geborene Pusch, ihre Tischnachbarn: „Ich hätte damals auf der Schulbank nicht gedacht, dass ich selbst mal ein Gymnasium leiten werde.“ Die 52-Jährige hatte nach ihrem Abitur 1982 in Rostock studiert und leitet derzeit das Gymnasium „Bertold Brecht“ in Bad Freienwalde.

Zu den jüngeren Jahrgängen zählten unter anderem die 37-jährige Klassenfreunde um Robert Licht. „Ich denke heute noch mit Grauen daran, als ich mich während unseres Klassenaufenthaltes in Paris verlaufen hatte“, sagte der Leipziger. „Bloß gut, dass ich mich letztlich dank zusammengeraufter Französischkenntnisse bis zu unserem Quartier durchfragen konnte.“ Das brachte auch die ehemaligen Mitschülerinnen Isabell Brauße, die in München an der Universität tätig ist, und die mittlerweile Mutter gewordene Anne Strohbach, geborene Hösler, aus Lobstädt zum Schmunzeln. Zwischenzeitlich ließen sich die Gäste Bier, Wein und Limo, liebevoll serviert vom Buffetteam des Hotels „Drei Rosen“, zu reichlich „Studentenfutter“ von Fettbemmen bis zu Wiener Würstchen schmecken.

Interessiert hörten Tischnachbarn dem ehemaligen Pestalozzi-Gymnasiasten Ronny Zetzsche zu. Der Bornaer hatte 1990 seine Abiturprüfung bestanden, danach unter anderem zwölf Jahre bei der Bundeswehr in Köln gedient und fungiert derzeit als Behördenangestellter in Leipzig. Neugierig machte zudem der 20-jährige ehemalige Teichgymnasiast Oliver Aurig, der nach dem Abitur 2014 ein Studium an der Hochschule der Sächsischen Polizei aufgenommen hatte. Ganz klar, dass unter den Abi-Veteranen bei all den vielen Fußballfreunden heiße Diskussionen rund um die Bundesliga allgemein und speziell den rasanten Aufstieg von RB Leipzig entbrannten. „Ich besuchte zwar das Wirtschaftsgymnasium in Böhlen, nehme aber zu gern immer am Treffen der Bornaer teil“, betonte der 22-jährige Kicker Robert Schmidt. „Und da steht stets das Geschehen am runden Leder im Vordergrund.“ Worin ihn die aktiven Fußballer vom Bornaer SV 91 und Ex-Abiturienten Marko Nickel, Aurig, Martin Seeber und Marco Kämpfer bestätigten.

„Die eigentlich immer gut besuchten Treffen resultieren aus dem guten Schulklima an unserem Gymnasium ,Am Breiten Teich‘“, resümierte stolz Vize-Schulleiter Jens Staacke. „Nach jahrelanger erfolgreicher Projektarbeit in Form der Klausurtagungen gemeinsam mit Lehrern, Schülern und Eltern haben wir nicht von ungefähr in diesem Jahr den Sächsischen Schulpreis gewonnen.“

Von Wolfgang Riedel

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