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Borna 37. Dorffest: Mölbis feiert mit vielen neuen Ideen und Besucheransturm
Region Borna 37. Dorffest: Mölbis feiert mit vielen neuen Ideen und Besucheransturm
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00:18 14.06.2017
Neu-Mölbiser Thomas Goethe vom Leipziger Heizhaus brachte BMX-Räder und einen anspruchsvollen Parcours für die Kinder mit. Quelle: Julia Tonne
Espenhain/Mölbis

Ein 37. Dorffest muss nicht zwangsläufig nur mit Bratwurststand, Musik aus der Konserve und einigen Schaustellern daherkommen. Bestes Beispiel dafür ist Mölbis. Trotz der langen Tradition hat der Espenhainer Ortsteil am Wochenende ein Fest auf die Beine stellt, das vor Neuigkeiten nur so strotzt. Ob Filmaufnahmen aus vergangenen Jahrzehnten, die an die Orangerie projeziert werden, Flohmarkt, Tischtennisturnier und BMX-Parcours: „Bei uns gibt es ein Dorffest, das den Namen verdient“, sagte Ditmar Haym, ehemaliger Röthaer Bürgermeister.

Schon vorab war klar, dass sich was ändern muss, um Besucher zu locken. „Die Feste verflachten im Laufe der Zeit etwas, also mussten wir uns dringend einiges einfallen lassen“, machte Tobias Thieme deutlich, der als Mitglied der Mölbiser Dorfentwicklungsgesellschaft die Zügel zusammen mit weiteren Mitstreitern in der Hand hielt. Eine Idee: Klinken putzen gehen. Sieben Leute vom Festkomitee haben vorab rund 320 Haushalte „abgeklappert“, nach Ideen für die große Drei-Tage-Party gesucht, Helfer geworben, Spendengelder eingesammelt. „Das hat unglaublichen Auftrieb gegeben“, sagte Pascal Németh, Röthas stellvertretender Bürgermeister. Zahlreiche Mölbiser, die schon lange nicht mehr das Fest besucht hätten, seien kreativ geworden. Entsprechend groß war an den drei Tagen der Besucheransturm.

Eine Premiere – neben der persönlichen Einladung der Dorfbewohner – war ein Tischtennisturnier – ausgerichtet vom FC-Bayern-Fanclub Phoenix-Mölbis. „Am Sonnabend standen neun Erwachsene hier und baten um Tischtennisschläger“, erzählte Németh, der auch selbst ins Rennen ging. Eine weitere Premiere: Filmaufnahmen von der 750- und von der 775-Jahr-Feier, die der ehemalige Pfarrer Karl-Heinz Dallmann zur Verfügung gestellt hatte, flimmerten am Freitagabend über eine Leinwand an der Orangerie. Der Open-Air-Kinosaal war voll, kaum ein Mölbiser wollte sich das entgehen lassen. Und das extra für das 37. Dorffest zusammengetrommelte „Orchester“ fand ebenfalls etliche Zuhörer. Mölbiser machten für Mölbiser Hausmusik, Keimzeit wurde genauso gespielt wie Andreas Gabalier.

Und weil eine andere Band ihren Auftritt in dem umtriebigen Ort kurzfristig abgesagt hatte, übernahm die Band der Bornaer Lebenshilfe „Ich und die anderen“ ganz spontan. Damit war ein Ende der Musikstile aber noch längst nicht erreicht. Weil eine Mölbiserin bei den Guggemusikern Blablös mitspielt, konnte sie diese dazu animieren, kostenlos beim Dorffest zu spielen. „Es kamen also nicht nur Spenden in Form von Geld zusammen, sondern auch in Form von Sach- und Zeitspenden“, freute sich Thieme. Von dem zusammengesammelten Geld schließlich wurde das Highlight finanziert: die Band „Klinge & Co.“ Denn ein „Mitreißer für das Festzelt“ habe in den vergangenen Jahren gefehlt, so Thieme weiter.

Großer Andrang herrschte auch am Parcours vom Leipziger Heizhaus. Thomas Goethe vom gleichnamigen Verein und Neu-Mölbiser hatte Räder und Hindernisse mitgebracht, die sich großer Beliebtheit erfreuten.

Von Julia Tonne

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