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Borna 47 Anmeldungen in der Grundschule Neukirchen: Zusätzlicher Raum muss her
Region Borna 47 Anmeldungen in der Grundschule Neukirchen: Zusätzlicher Raum muss her
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07:00 16.10.2016
Die Grundschule Neukirchen hat 47 Anmeldungen für die erste Klasse im nächsten Schuljahr. Deshalb müssen Schule und Hort mehr Platz schaffen. Quelle: Thomas Kube
Borna/Neukirchen

Sowohl die Grundschule im Bornaer Stadtteil Neukirchen als auch die Stadtverwaltung warten derzeit auf ein Schreiben der Sächsischen Bildungsagentur. Möglichst mit positivem Bescheid. Denn weil die Grundschule im nächsten Schuljahr aus allen Nähten platzt, muss ein weiterer Klassenraum her. Das könnte, wenn es nach dem Wunsch vieler Eltern geht, das bisherige Computerkabinett sein.

Schon jetzt liegen der Schule 47 Anmeldungen vor – und damit deutlich mehr, als dass die Kinder in einer Klasse unterrichtet werden können. Denn der Klassenteiler liegt bei 28. „Die hohe Anmeldezahl ist bisher einmalig für Neukirchen und wird es wohl auch bleiben“, ist sich Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Die Linke) sicher. Sie könnte zwar die Schüler auf andere Schulen im Stadtgebiet aufteilen, will den Elternwünschen aber gerecht werden und im nächsten Jahr auch alle 47 ABC-Schützen in Neukirchen einschulen lassen, doch es gibt ein Problem: Die Schule ist platzmäßig für zwei Klassen eines Jahrgangs nicht ausgelegt und lediglich einzügig.

„Bleibt also zu prüfen, wie wir damit umgehen“, macht die Rathauschefin deutlich. Ein Vorschlag sei bereits von den Eltern gekommen, deren Kinder längst die Grundschulbänke drücken. Diese würden laut Luedtke das Computerkabinett räumen, um es als Klassenraum zu nutzen. Die Begründung: Viele Schüler arbeiteten bereits mit Laptops und seien auf den speziellen PC-Raum nicht angewiesen. Genau dieser Vorschlag ist bereits der Sächsischen Bildungsagentur zugegangen. „Und wir gehen auch davon aus, dass sie zustimmt“, sagt Luedtke.

Doch damit ist die sprichwörtliche Kuh noch nicht vom Eis. Denn auch der Hort, der ja ebenfalls nur für die Einzügigkeit der Schule ausgerichtet ist, muss mitziehen. Er soll in den kommenden Tagen zusammen mit dem Träger, der Volkssolidarität Muldental, ein Konzept erarbeiten und das dann beim Landesjugendamt vorlegen. Möglich wäre, wie es beispielsweise auch an einer Grundschule in Markkleeberg übergangsweise praktiziert wird, dass eine Klasse am Nachmittag im Schulgebäude betreut wird. Die Oberbürgermeisterin ist sich sicher, dass es einmalig so viele Anmeldungen an der Grundschule in Neukirchen geben wird. Denn in den Jahren danach seien bei weitem nicht so viele Kinder geboren worden.

Das Thema ist für die Stadtverwaltung deshalb schon jetzt relevant, da auch die komplette Sanierung der Schule auf der Agenda steht. Es gebe zwar noch keine Zeitschiene, aber die ersten Planungen lägen bereits vor. Und die sehen umfangreiche Arbeiten von der Elektrik bis hin zur Fassade vor. Das wiederum bedeutet sowohl für Schüler als auch Lehrer, dass sie zeitweise das Gebäude räumen und auf die Grundschule West ausweichen müssen.

Doch auch dort steht der nächste Bauabschnitt an. „Allerdings können nicht beide Schulen gleichzeitig saniert werden“, sagt Luedtke, denn eine Ausweichmöglichkeit für den Unterricht ist unumgänglich. Wenn in den nächsten Wochen sowohl der Bescheid der Bildungsagentur als auch des Landesjugendamtes im Bornaer Rathaus vorliegt, könne die zeitliche Planung in den Fokus rücken, kündigt sie an.

Von Julia Tonne

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