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Borna 470 Schüler erkunden am BSZ Böhlen Wissenschaft, Technik und Handwerk
Region Borna 470 Schüler erkunden am BSZ Böhlen Wissenschaft, Technik und Handwerk
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17:35 08.11.2016
Die Nachfrage nach Plätzen in der Biotechnologie ist riesig. Im Labor dieses Bereiches erklärt und zeigt Henrike Schmidt, wie man DNA aus den Tomaten gewinnt – aus der Oberschule Groitzsch schauen (v. li.) Emily, Hanna, Max und Franziska zu. Quelle: Jens Paul Taubert
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Böhlen

Hier die Analyse der DNA einer Tomate, dort das Zusammenstecken von Rohren zu einem Schriftzug: Das Berufliche Schulzentrum (BSZ) Landkreis Leipzig hat am Dienstag 470 Oberschüler der Region zur Entdeckungsreise eingeladen. Und die führte die Schüler aus Groitzsch, Pegau, Borna, Böhlen und Markkleeberg nicht nur in das Labor der Biotechnologie, sondern auch in die Turnhalle, in der sich rund 25 Handwerksbetriebe vorstellten.

„Der Tag der offenen Tür ist etwas ganz Besonderes, hier gibt es Handwerk zum Anfassen“, erklärt Ingo Schöne, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft des Landkreises Leipzig. Diese kleine Messe unterscheide sich deutlich von großen Berufsmessen, denn hier würden sich vorrangig mittelständische und regionale Unternehmen präsentieren. „Wir wollen damit eine Nische besetzen und dem Handwerk eine Plattform bieten“, sagt auch Jörg Großkopf, Schulleiter des BSZ.

Und die Firmen hatten einiges mitgebracht, woran sich die Jugendlichen probieren konnten. Bei der Bäckerei Hennig ging es darum, das Gewicht eines – extra für den Tag gebackenen – Brotes zu schätzen und die verschiedenen Inhaltsstoffe kennen zu lernen. Malermeister Torsten Seidel ließ seine interessierten Standbesucher eine Tür lackieren und bei Lotter Metall mussten HT-Rohre zum Schriftzug des Betriebes zusammengesteckt werden. Einen neuen Rekord bei der Aufgabe haben die zwei Böhlener Oberschüler James Kreißler und Marc Winkler aufgestellt. Sie brauchten lediglich vier Minuten und 16 Sekunden – und damit fast zwei Minuten weniger als alle anderen vor ihnen. Norman Kling, bei Lotter Metall im Abholverkauf und am Dienstag für die Vorstellung des Betriebes zuständig, bat daher zugleich um die Bewerbungsunterlagen der beiden. Bäckerei Hennig ist von Anfang an bei der kleinen, aber feinen Handwerksmesse im BSZ dabei und hat mittlerweile einige Auszubildende, die vor ein oder zwei Jahren noch zu den Besuchern zählten.

Während der reguläre Unterricht lief, stellten einige BSZ-Schüler den Besuchern auch das Berufliche Gymnasium und die Berufsfachschule mit der Ausrichtung Sozialassistent und Krankenpflegehelfer vor. Letzteres war vor allem für vier Schüler aus Groitzsch interessant. So liebäugeln Hanna und Emily damit, eine erzieherische Ausbildung zu machen, für Franzi und Max hingegen steht außer Frage, dass sie Notfallsanitäter werden wollen. Einen großen Ansturm erlebte am Dienstag auch der Bereich Biotechnologie. An drei Stationen kümmerten sich Fachlehrerin Evelyn Fellmann und Elftklässler um die Besucher. Diese hatten die Möglichkeit, die DNA einer Tomate zu analysieren, Nährböden zuzubereiten und Bakterien nach bestimmten Kriterien zu bestimmen.

„Die Nachfrage nach Plätzen in der Biotechnologie ist mittlerweile riesig“, sagt Fellmann. Und viele ihrer Schüler heute seien die damaligen Besucher des Tags der offenen Tür von vor zwei, drei Jahren gewesen. Sie sei froh, dass es seit diesem Schuljahr eine zweite Klasse gebe, „doch noch immer müssen wir Schüler abweisen, weil wir nicht die Kapazitäten haben“, machte die Pädagogin deutlich.

Von Julia Tonne

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