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Borna 5. Borna-Open-Air mit „Außensaitern“, „Deorollern“ und vielen Szenebands
Region Borna 5. Borna-Open-Air mit „Außensaitern“, „Deorollern“ und vielen Szenebands
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18:00 14.08.2016
Die Band Unantastbar aus Südtirol wurde vom Open-Air-Publikum in Borna ordentlich gefeiert. Quelle: Foto: Falk Opelt
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Borna

Nach der Hitzeschlacht im vergangenen Jahr ging es bei der fünften Auflage des Borna-Open-Air (BOA) am Wochenende auf dem Volksplatz meteorologisch weniger extrem zu. Dafür umso abwechslungsreicher. Nach Regen am Freitag, heizte die Augustsonne vorgestern dem weitgereisten Publikum ordentlich ein. So ordentlich, dass Falk Opelt und seine Mitstreiter vom Volksplatzverein 50 zusätzliche Kisten alkoholfreie Getränke ordern mussten.

Der Verein kann mittlerweile auf jede Menge Erfahrung bei der Ausrichtung von Großveranstaltungen bauen. Auch auf solche, die dabei helfen, nicht in Kollision mit der Bornaer „Freizeitlärm-Richtlinie“ zu geraten (die LVZ berichtete). Diese besagt, dass nur an zwei Wochenenden hintereinander der Lärmpegel deutlich über Zimmerlautstärke liegen dürfe.

Selbiges trifft auch auf die Auswahl der Bands zu, von denen in diesem Jahr rund die Hälfte musikalische Wiederholungstäter sind, unter anderem die Formation „Außensaiter“ aus Regis-Breitingen und Umgebung. „Anders als andere Veranstaltungen dieser Art halten wir es für wichtig und sinnvoll, unserem Publikum bereits bekannte Bands zu präsentieren.“ Darüber hinaus war mit der Spaßformation „King Kong Deoroller“ eine etwas aus der Rolle fallende Nummer im Programm sowie elf Szenebands mit Namen wie „Mephasin“, „Morgenrot“, „Martens Army“, „Berserker“ und „Fresse Kasse“. Allesamt Bands, die für Hans-Günter Woiwode die lange Fahrt von Duisburg nach Borna wert war. „Eine gute musikalische Mischung“, lobte der 62-Jährige, der mit Bezug zum BOA ebenfalls als Wiederholungstäter gilt. „Wir haben vor fünf Jahren in Teuchern bei einem Konzert der Glorreichen Halunken Leute aus Braußwig kennengelernt, mit denen wir seitdem gemeinsam auf Konzerttour gehen“, so Woiwode.

Gerade einmal 18 Jahre alt ist Heidi Wittwer, die mit einer Gruppe Teenager aus Schneeberg anreiste. „Um so viele gute Bands an zwei Tagen erleben zu können, nimmt man gern ein paar Unzulänglichkeiten in Kauf“, so die Erzgebirgerin, die den harten Boden des Campingplatzes sowie die fehlende Möglichkeit, außerhalb des Veranstaltungsareals Getränke kaufen zu können, kritisierte. Dass es hier und da noch Verbesserungsbedarf gibt, ist sich auch der Vereinsvorsitzende Falk Opelt bewusst. Er gibt zu bedenken, dass das Open-Air für seinen Verein jedes Jahr eine große Herausforderung darstellt. „Es kostet uns das Doppelte an Kraft und Energie dessen, was wir in unsere übrigen Veranstaltungen investieren.“ Der Verein wird 2016 noch eine Halloween-Party sowie ein kleines Rockkonzert im Bühnengebäude veranstalten.

Von Roger Dietze

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