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Borna 50 Jahre Schule Deutzen
Region Borna 50 Jahre Schule Deutzen
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21:04 06.03.2012
Dr. Brigitte Lindert (l.), Tochter des ersten Schulleiters der Polytechnischen Oberschule Deutzen, Manfred Winkler, und die heutige Schulleiterin Renate Blonski bei der Festveranstaltung. Quelle: Thomas Lieb
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Deutzen

Die Dankesliste war lang. Das Buffet üppig. Die Gästestühle mit 120 geladenen Besuchern belegt. Und die Reden eindeutig in ihren Weissagungen: Der 60. Geburtstag der Schule - er wird stattfinden. Nein, politisch ging es (jedenfalls im offiziellen Teil der Festveranstaltung)nicht zu. Die Botschaften, mit denen Schulleiterin Renate Blonski oder Bürgermeisterin Marika Nowak ihren Glauben an eine Zukunft der Einrichtung andeuteten, fanden sich zwischen den Zeilen der Festreden wieder. Es war der Wink mit dem Sektglas als Renate Blonski eine Liebeserklärung an ihre Kollegen aussandte und in die Zukunft blickte: „In zehn Jahren kommen wir alle wieder hier zusammen".Im Bewusstsein um kultusministerielle Hartnäckigkeiten bei der Gestaltung von Schullandschaften, die Nachbarschaft zur im Bau befindlichen neuen Schule beim Noch-Schulbezirkspartner Regis-Breitingen und zweideutige Brandverhütungsprotokolle - auch Marika Nowak hat sich „vorgenommen, die Schule so lange wie möglich zu erhalten". Was sich auch Schulrätin Christine Zichel von der Bildungsagentur Leipzig wünschte: „Wenn ich in die Deutzener Schule komme, fühle ich mich einfach wohl. Die gestalterischen Details im Schulhaus stehen für das Große, das dahinter steckt: Engagement und Stolz derer, die hier arbeiten und lernen."Eine Wohlfühlschule. So betonte es auch die Hausherrin immer wieder, als sie einige Fenster in die Vergangenheit öffnete und in der „Freude am gemeinsamen Lernen das Merkmal der Schule" erkannte, „dass sich über fünf Jahrzehnte erhalten hat".Es muss tatsächlich Spaß machen, in dem bunten Haus am Ende der Barbarastraße zu lernen. Anders ist es kaum zu erklären, was Dritt- und Viertklässler nach einer Woche Probe da gestern Abend auf die Bühne brachten. „Schule im Wandel der Zeit" lautete der Name des Stücks, den die Grundschüler mit Theaterpädagogen der Jugendkunstschule Altenburg einstudiert hatten. Traurige und fröhliche Buntstifte, ängstliche Schiefertafeln, ein polternder Rohrstock (sehr überzeugend gespielt von Benjamin Bialon) und aufmerksame Kreidestücke lieferten eine gleichermaßen humorvolle wie authentische Reise in die Vergangenheit.Das Stück ist für die interessierte Öffentlichkeit am Freitag zugänglich, wo zum Schulfest und dem Tag der offenen Tür eine weitere Aufführung folgt. Prädikat: Absolut sehenswert.

Thomas Lieb

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