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Borna 600 Jahre Braußwig: Dorf- und Kinderfest dauert diesmal zwei Tage
Region Borna 600 Jahre Braußwig: Dorf- und Kinderfest dauert diesmal zwei Tage
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00:21 20.08.2017
Ortschronist Martin Wenk an einer von Bärbel Frommelt gemalten alten Karte des Ortes. Die und einige Tafeln zur Ortsgeschichte können während des Festes am Wochenende besichtigt werden. Quelle: André Neumann
Kitzscher/Brausswig

Der Spielplatz neben dem Gemeindezentrum beziehungsweise ehemaligem Kindergarten der Kitzscheraner Ortsteile Braußwig und Dittmannsdorf wird am Wochenende wieder Schauplatz des Dorf- und Kinderfestes sein. Das findet in diesem Jahr an zwei Tagen statt wie üblich an einem statt, und dafür gibt es einen guten Grund: Gefeiert werden 600 Jahre Braußwig.

Genau genommen liegt dem wie fast immer in solchen Fällen das Datum der ersten urkundlichen Erwähnung zu Grunde. Den Ort hat es da ganz sicher schon länger gegeben. Das erste offiziell anerkannte Dokument, in dem Brunswig, wie es damals hieß, auftaucht, stammt von 1417. Darin wird erwähnt, wie viele Abgaben der Ort zu leisten hatte. „Heute würden wir vielleicht Steuerbuch dazu sagen“, meint Ortschronist Martin Wenk (68), der zur Gruppe jener knapp 20 Frauen und Männer aus Braußwig und Dittmannsdorf gehört, die das Fest vorbereiten.

Zwar taucht in Aufzeichnungen schon rund 120 Jahre früher ein Kuno de Brunzewic auf, doch Gültigkeit für die Dorfgeschichte hat nur jenes Papier von 1417, das im Landesarchiv Weimar aufbewahrt wird und von dem die Festbesucher am Wochenende eine Kopie sehen können.

Die hängt an einer der Tafeln zur Ortsgeschichte, die Martin Wenk angefertigt und im einstigen Gemeinderaum aufgestellt hat, der am Sonnabend und Sonntag noch einmal geöffnet wird. Dort können die Braußwiger dann auch über zwei überdimensionale Karten staunen, die Bärbel Frommelt an die zuvor frisch geweißten Wände des Raumes gemalt hat. Eine davon zeigt Braußwig heute, die andere, wie der Ort zwischen 1750 und 1880 ausgesehen hat.

Zum Festprogramm gehört auch ein Wiedersehen mit dem aus Braußwig stammenden zweifachen Weltmeister im Fahrrad-Trial Marco Thomä. Quelle: Gislinde Redepenning

Das Jubiläumsfest beginnt am Sonnabend, 14 Uhr, mit der Eröffnung durch Kitzschers Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) und einer großen Kaffeetafel. Der Kinder- und Jugendtreff Kitzscher veranstaltet für die kleinen Gäste ein Kinderprogramm, und DJ Axel sorgt für musikalische Begleitung. Spannende und unterhaltsame Spiele und Wettbewerbe finden den ganzen Nachmittag über statt. Der Kegelclub lädt zum Galgenkegeln ein, auch im Hufeisenwerfen und im Bogenschießen kann man sich ausprobieren und messen. Kutschfahrten werden angeboten, und wer auf Streicheleinheiten steht, kann auf Tuchfühlung mit Alpakas gehen.

Zum Festprogramm gehört auch ein Wiedersehen mit dem aus Braußwig stammenden zweifachen Weltmeister im Fahrrad-Trial Marco Thomä. Teile seines Traingsparcours am Gemeindezentrum stehen noch, hier gibt er am Sonnabend an dem Sport interessierten Kindern einen Schnupperkurs. Am Abend zeigt der Champion in einer Show, was er noch drauf hat. Das Abendprogramm im Festzelt beginnt 20 Uhr, neben dem Auftritt des Fahrrad-Artisten gehören dazu ein Konzert der Waldspitzbuben und eine mittelalterliche Feuershow. Zur Musik von DJ Axel kann bis in die Nacht getanzt werden.

Am Sonntag geht es 10 Uhr mit einem Frühschoppen weiter. Dazu spielen die Lauterbacher Musikanten. Vor dem Festzelt findet ein Trödelmarkt statt. Auf der anderen Seite der Straße wird die Wiese zwischen der Eula und dem Dorfteich zur Ausstellungsfläche. Hier wird Feuerwehrtechnik vorgestellt und die Jüngsten können sich bei Übungen mit der Kübelspritze ausprobieren.

Von André Neumann

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