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Borna 600 Unterschriften: Pegauer wollen ihre Bankfiliale behalten
Region Borna 600 Unterschriften: Pegauer wollen ihre Bankfiliale behalten
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15:27 11.04.2016
Gewerbetreibender und Pro-Pegau-Stadtrat Horst Gutzschebauch (re.) überreicht Bürgermeister Frank Rösel die Unterschriftenliste zum Erhalt der Volksbank-Filiale in Pegau. Quelle: privat
Pegau

Gewerbetreibende und Innenstadthändler aus Pegau haben im März eine Unterschriftenaktion gegen die geplante Schließung der VR-Bank Filiale gestartet. Über 600 Bürger aus Pegau, Kitzen und Elstertrebnitz unterstützten mit ihrem Namen die Bemühungen zum Verbleib der Leipziger Volksbank im Stadtzentrum. „Wir hätten noch einige hundert Unterschriften mehr erhalten können, aber die Zeit drängt“, erklärt Horst Gutzschebauch, Gewerbetreibender und Stadtrat für die Wählergemeinschaft „Pro Pegau“. Die Unterschriftenliste wurde jetzt an Pegaus Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) überreicht.

Wie berichtet, hatte die VR-Bank angekündigt, sich auf dem Land etwas zurückzuziehen und sechs Geschäftsstellen zu schließen: Neben Pegau betrifft das auch Kitzscher, Kohren-Sahlis, Oelzschau, Langenleuba-Oberhain und Großdalzig. Bankvorstand Andreas Woda hatte das mit rückläufigen Einwohnerzahlen sowie politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen begründet. Hinzu käme die zunehmende Digitalisierung. Immer mehr Kunden nutzen bargeldlose Bezahlmöglichkeiten, überweisen online und speichern ihre Kontoauszüge auf dem Computer.

Geld abheben, Überweisungen am Service-Terminal tätigen und Kontoauszüge drucken sind nach Ansicht der Pegauer ein Mindeststandard, der weiterhin angeboten werden müsse. Für viele ältere Bürger sei Onlinbanking keine Alternative, erklärt Gutzschebauch gegenüber der LVZ. „Wir Händler und Gewerbetreibende appellieren im Namen der Bürgerschaft an die Volksbank Leipzig, von den Schließungsplänen Abstand zu nehmen.“ Die Stadt Pegau und viele private Investoren hätten maßgeblich zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt beigetragen. Die vielen sanierten Altstadthäuser und Plätze zeigten, dass es in der Elsterstadt vorwärts geht. Eine Schließung der Bankfiliale verhalte sich dazu kontraproduktiv und sorge für Unverständnis – zumal in vergleichbaren Städten mehrere Service-Terminals aufgestellt seien und ganzwöchige Kundenbetreuung angeboten werde.

Mit marktwirtschaftlicher Logik könne man das nur schwer erklären, so der Pro-Pegau-Stadtrat weiter. „Insofern hoffen wir, dass wir mit Hilfe der Unterschriftenliste die Leipziger Volksbank zum Umdenken bewegen können und gemeinsam eine bürgerfreundliche Lösung finden, die auch dem genossenschaftlichen Grundgedanken Bodenständigkeit, Kundennähe, Freundlichkeit und Verlässlichkeit Rechnung trägt“, erklärt Horst Gutzschebauch.

Von Kathrin Haase

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