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Borna 65 Jahre Friseur-Meisterbrief in Pegau
Region Borna 65 Jahre Friseur-Meisterbrief in Pegau
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14:55 19.05.2015
Gut gelaunt bei ihrer Arbeit sind die Friseurinnen um ihre Chefin Rosmarie Scholz: Heidi Kahnt, Mandy Freyer und Gudrun Franke (v. l.). Quelle: Peter Krischunas

"Höhen und Tiefen gab es in unserem Geschäft schon immer. Das ist nichts Neues", meint die Friseurin. Als sie 1969 ihren Beruf lernte, gehörte schon eine Menge Enthusiasmus dazu. Viele gingen in die Braunkohle- oder Chemiewerke, wegen der erheblich höheren Löhne. "Ich hatte damals wie heute die Leidenschaft, Lust und Liebe zu diesem Beruf", sagt die Geschäftsfrau.

Das Leben früher wurde zudem durch Materialprobleme und knappes Personal erschwert. Doch die DDR-Bürger waren erfinderisch. Mussten sie auch, denn laut Scholz waren die Frauen im Osten genauso modebewusst wie die im Westen. "Man legte trotz der Mangelwirtschaft viel Wert auf sein Äußeres", erinnert sich die Inhaberin des Salons in der Breitstraße 32. Mindestens zweimal im Monat stand ein Friseurbesuch an und für Kleidung wurde ebenfalls viel ausgegeben.

Das Familien-Friseurgeschäft eröffnete ihr Vater Gerhard Hübner 1948 in der Breitstraße 20. Im gleichen Jahr machte er seinen Meisterbrief. Damit beging der Salon in diesem Jahr das 65. Meisterbrief-Jubiläum. Im Sommer 1954 zog Gerhard Hübner mit Familie und Geschäft ein paar Häuser weiter in die Breitstraße 32.

Grau waren einst lediglich die Häuser in Pegau. Aber auch das änderte sich mit der deutschen Wiedervereinigung. Die Friseurmeisterin Scholz übernahm den Laden bereits 1984 von ihrer Mutter Gertrud Hübner, die das Geschäft nach dem Tod ihres Mannes weitergeführt hatte. Nun standen große Veränderungen am und im Haus an. Alles sollte auf modernsten Standard gebracht werden. "Es herrschte eine tolle Aufbruchsstimmung", erinnert sich Scholz. Neue Farben brauchte das Land.

Mittlerweile haben sich die Frisuren stark verändert. "Da muss man ständig durch Fort- und Weiterbildungen up to date bleiben." Auffällige Locken waren früher. Heute sind sanfte Bewegungen im Haar angesagt, ab und zu mal ein gewisser Retrolook. Doch mittlerweile ist auch die Zahl der Friseurgeschäfte immens gestiegen. "Durch die große Auswahl sind die Kunden sehr wählerisch geworden", sagt die Friseurin. Das mache das Geschäftsleben zwar nicht einfacher, aber Spaß haben sie und ihre drei Mitarbeiterinnen nach wie vor an der Arbeit.

Mandy Freyer ist mit 34 Jahren die Jüngste im Salon. Sie will demnächst ihren Meisterbrief ablegen und das Geschäft später weiterführen, freut sich die Chefin. Damit wäre die Zukunft des Salons gesichert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.12.2013
Krischunas, Peter

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