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Borna 65 Tonnen Silber
Region Borna 65 Tonnen Silber
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22:43 18.10.2011
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. Er informierte sich vor Ort über die Entwicklung der Unternehmen und der geplanten Investitionen am Standort. Seit 2010 investierte die Geiger-Unternehmensgruppe zehn Millionen Euro in den Standort.

„Im Jahr 2009 hat sich der Minister in einem Schreiben an die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft dafür eingesetzt, dass die ehemalige Schaltwarte, das letzte Großgebäude des Espenhainer Kraftwerkes, erhalten bleibt", erinnerte Rolf Müller-Syring, einer der beiden Geschäftsführer der Geiger Edelmetalle GmbH, an den ersten Kontakt seines Unternehmens mit Morlok. Deshalb ließ sich der Wirtschaftsminister mit FDP-Parteibuch auch nicht lange bitten, dem Unternehmen einen Besuch auf dem Espenhainer Industrie- und Gewerbegebiet abzustatten.

Morlok gehörte auch zu den Ersten, die die Entscheidung des Sächsischen Oberbergamtes im Jahr 2010 begrüßten, der Sachsenerz Bergwerks GmbH, der Mutter der Geiger Edelmetalle GmbH und der Leipziger Edelmetallverarbeitung, die Bergbauberechtigung zur Erkundung von Erzvorkommen zu erteilen. „2014 soll der Wiederbeginn des Silberbergbaus in Sachsen sein", informierte gestern der Geschäftsführende Gesellschafter der Sachsenerz Bergwerks GmbH, Adalbert Geiger. Zunächst würden sich die Erkundungen auf den Türkschacht bei Zschorlau konzentrieren. „Wir sehen uns in der Tradition des 1218 von Leipziger Kaufleuten begründeten ersten Silberhandels Deutschlands", so Geiger.

„Die Geschäftsidee der Unternehmensgruppe besteht darin, vom Bergbau über Verhüttung und Produktion bis hin zum Vertrieb der Edelmetalle alles in einer Hand zu haben", erläuterte Steffen Horn, der mit Müller-Syring die Geschäfte der Geiger Edelmetalle GmbH führt. Ab 2014 soll die Verhüttung in Espenhain erfolgen. In der Schaltwarte befinden sich derzeit das Sicherheitslager sowie das Handels- und Logistikzentrum. Die Leipziger Edelmetallverarbeitung (LEV) fertigt die hauseigenen Kapitalanlage-Produkte ebenfalls hier an. „Besonders stolz sind wir, dass wir seit Juli die armenische Silber-Anlagemünze ,Arche Noah‘ produzieren", sagte Rolf Müller-Syring. Die Armenische Zentralbank habe Geiger Edelmetalle die exklusiven Präge- und weltweiten Vertriebsrechte für die Anlagemünze verliehen. Gegenwärtig vertreibt das Unternehmen laut Müller-Syring 340 Produkte.

In die Schaltwarte und den Maschinenpark wurden seit 2010 über zehn Millionen Euro investiert. Hier arbeiten derzeit 25 Mitarbeiter, im Jahr 2010 waren es noch zehn. Zu den Beschäftigten gehört Marco Fahrenhold. „Ich habe vor zwei Jahren als Industriemeister Metall begonnen und bin von der Arbeit fasziniert", erzählte er. Kein Wunder. Schließlich wurden in Espenhain seit Jahresbeginn allein 65 Tonnen Silber - unter anderem als Barren, Münzen und Medaillen - verarbeitet.

„Das innovative Unternehmen beschert der Schaltwarte ein zweites Leben als Industriebetrieb, bringt Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze", würdigte Minister Morlok das Wirken der Geiger-Unternehmensgruppe. „Ich schätze den Mut und das Risiko der Familie Geiger", ergänzte die FDP-Landtagsabgeordnete Anja Jonas. Sie zeigte sich beeindruckt, wie der historische Leitstand als Auftragszentrum umfunktioniert wurde.

 

Cornelia Braun

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