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Borna A 72: Schulterschluss mit Frohburg
Region Borna A 72: Schulterschluss mit Frohburg
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17:32 25.03.2010
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Frohburg/Borna/Altenburg

Die Chefetagen der drei Rathäuser reagieren nach der Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht besorgt und üben nun den Schulterschluss. Wie berichtet, muss der Freistaat Sachsen nach dem erfolgreichen juristischen Vorstoß der Osterland Agrar GmbH, die einen massiven Flächenverlust beklagt, das Planungsverfahren für die Frohburger Anschlussstelle der Autobahn 72, die Staatsstraße 11 in diesem Raum und den Knoten von S 11 und B 95 neu aufrollen. Sie seien besorgt, so Simone Luedtke (Borna), Michael Wolf (Altenburg) und Wolfgang Hiensch (Frohburg) in der am Donnerstag verbreiteten Erklärung, dass der vor dem Gericht erzielte Vergleich „nun zum Anlass genommen wird, die Realisierung der Anschlussstelle Frohburg und den Bau der B 7 neu zwischen der A 72 und dem Raum Altenburg grundsätzlich in Frage zu stellen beziehungsweise weiter zu verschieben. Dies darf nicht eintreten.“ Genährt wird ihre Befürchtung von einer Äußerung des Leipziger Landesdirektionspräsidenten Walter Christian Steinbach gegenüber Hiensch, er halte es eher für unwahrscheinlich, eine Anschlussstelle Frohburg bis 2013 zu errichten. Wie berichtet, soll der Autobahnabschnitt von Frohburg bis Borna 2012 in Betrieb gehen. Ohne den Bau der neuen B 7, so die drei Bürgermeister, würden die schon heute kaum zumutbaren Verkehrsbelastungen in den Orten der bestehenden Bundesstraßen 93, 95 und 7 „über das für Bürger und Anlieger erträgliche Maß zunehmen“. Sie fordern, dass Anschlussstelle Frohburg und B 7 neu zeitgleich oder zeitnah zur geplanten Inbetriebnahme des A-72-Abschnitts Frohburg-Borna fertig gestellt werden und sich beide Landesregierungen dafür engagieren. Die Rathauschefs hoffen auch, dass möglichst viele Akteure aus Politik, Wirtschaft und darüber hinaus „sich unserem Anliegen anschließen“. Er erwarte, so Hiensch, „dass sich endlich auch viele Einwohner unserer Stadt der Problematik bewusst werden und begreifen, dass die sich nicht von allein löst, sondern Druck nötig ist“. Wie wichtig diese Verkehrsanbindung für Frohburg sei, unterstreiche eine Standortbefragung der Industrie- und Handelskammer Halle, an der sich 40 Frohburger Firmen beteiligten. Hiensch: „Die Stadt bekam zur Standortzufriedenheit gute Noten. Nur ein Manko gibt es: die Verkehrsanbindung.“ Er hofft, dass bereits bei einem Gesprächstermin in Altenburg am 28. April Nägel mit Köpfen gemacht werden. Seine Bornaer Amtskollegin Luedtke befürchtet eine unzumutbare Belastung für die Bornaer Ortsteile, falls Frohburg ohne A-72-Anschluss bliebe. Denn dann würden Autos und Laster verstärkt die zwei Bornaer Anschlussstellen nutzen. Genauso wichtig wie der Anschluss der Rennstadt sei eine leistungskräftige Verbindung zwischen Borna und Altenburg und damit zwischen Sachsen und Thüringen. Luedtke betonte, dass in dem Bestreben auch andere Kommunen ins Boot geholt werden sollen und ein übergreifendes „Regionales Entwicklungskonzept“ erarbeitet werden soll. „Es besteht die reelle Gefahr, dass wir auf Jahre hinaus keinen Autobahn-Anbinder bekommen werden und damit eine ganze Region abgekoppelt wird, wenn wir uns nicht erheben und protestieren“, sagte Altenburgs OBM Wolf für seine Stadt. Nach Wolfs Ansicht haben die zuständigen Stellen in Thüringen – dazu zählt er auch das Landratsamt Altenburger Land – das Ausmaß dieses Gerichtsvergleichs noch gar nicht richtig zur Kenntnis genommen.

Frank Prenzel und Thomas Lang

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