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A 72 zwischen Rochlitz und Borna kostet nun 200 Millionen Euro

A 72 zwischen Rochlitz und Borna kostet nun 200 Millionen Euro

Zufrieden mit dem Baustand im Abschnitt der Autobahn 72 zwischen der Anschlussstelle Rochlitz und Borna zeigten sich beim Vor-Ort-Termin am Mittwoch Verkehrsstaatssekretär Roland Werner (FDP) sowie Dirk Brandenburger, Geschäftsführer der Deges Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, die verantwortlich ist für diesen Trassenabschnitt.

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Staatssekretär Roland Werner (l.) und Deges-Geschäftsführer Dirk Brandenburger im Visier der Fotografen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain/Borna. Er soll Mitte 2013 eingeweiht werden.

„Wir sind zuversichtlich, dass man im Sommer nächsten Jahres vierspurig von Chemnitz nach Leipzig fahren kann", bekräftigte Werner. Auf der Autobahn wird es dabei allerdings zunächst nur bis Borna gehen, dann weiter über die B 95. Einen Gesamtfertigstellungstermin für die A 72 wollte Werner nicht nennen, die Gesamtkosten seien jetzt mit 600 Millionen Euro veranschlagt. Die A 72 sei das wichtigste Straßenbauvorhaben im Freistaat, betonte er. Der sächsische Haushalts-Entwurf, den der Landtag voraussichtlich Mitte Dezember verabschiedet, enthält für 2013 und 2014 jeweils 15 Millionen Euro für den Bau der Schnellstraße, mit weiteren 15 Millionen Euro Verpflichtungsermächtigungen würde der Freistaat dann insgesamt 45 Millionen für den Bau zur Verfügung stellen.

Voraussichtlich 64 Millionen Euro soll der nächste Abschnitt von Borna bis Rötha kosten. Der Planfeststellungsbeschluss ist da, wie berichtet gibt es einzelne Klagen dagegen. „Sie betreffen nicht direkt die reine Trasse, wir sind sehr zuversichtlich, dass wir da vorankommen", bekräftigte Werner. Der Fertigstellungstermin für die Autobahn zwischen Rochlitz und Borna war, wie berichtet, im Mai von Ende dieses Jahres auf kommenden Sommer verschoben worden. Eine ganze Menge an Gründen seien da zusammengekommen, blickte der Staatssekretär auf Nachfrage unserer Zeitung nun noch einmal zurück. So hätte sich unter anderem herausgestellt, dass die ehemalige Deponie, die sich rund 200 Meter hinter der Autobahnbrücke über den Zedtlitzer Grund in Richtung Borna befand, zehnmal so groß war, wie angenommen. Alles musste rausgeholt werden, damit sich die Fahrbahn nicht einmal senkt.

Die Böschungsrutschungen im Narsdorfer Bereich haben den Terminplan dann offensichtlich nur noch endgültig zum Kippen gebracht. Sie waren auf über sieben Kilometern Länge aufgetreten. Die Rekultivierung von Tagebauen im Südraum, was die Deges im Mai als eine von mehreren Ursachen benannt hatte, war nun nicht erneut im Gespräch. Bergbaufolgen und Probleme des Grundwasseranstieges hatte die LMBV, wie berichtet, als Ursache ausgeschlossen. Man erlebe am Bau immer Überraschungen, erklärte der Staatssekretär gestern allgemeiner. Baugrunduntersuchungen könnten aufgrund der Wirtschaftlichkeit immer nur ein bestimmtes Raster umfassen. „Die Sanierung ist in cirka 75 Prozent der Flächen bereits erfolgt", hielt er dazu fest.

Die rund 20 Kilometer Autobahn zwischen Rochlitz und Borna werden nun voraussichtlich etwa 200 Millionen Euro kosten. Das entspreche etwa dem Durchschnittswert für den Bau von Autobahnen in dieser Breite, betonte Deges-Geschäftsführer Brandenburger. 2004 war man noch von 150 bis 160 Millionen ausgegangen. Nun würden zusätzliche Leistungen erbracht, abgesehen von den gestiegenen Baupreisen. Der sechs Kilometer lange Autobahnabschnitt zwischen Borna und Frohburg ist seit September bereits komplett asphaltiert. Die 14,5 Kilometer lange Strecke von Frohburg bis Rochlitz erhält dagegen eine Betondecke. Zehn Kilometer davon sollen bis Ende Oktober fertig sein, bis Mittwoch war die Hälfte geschafft. Fünf Grad plus sind die Mindesttemperatur. Die letzten knapp fünf Kilometer folgen dann 2013. Fast alle Brücken zwischen Rochlitz und Borna sind fertig. Bis Jahresende soll als Letztes auch noch das Bauwerk für die Anschlussstelle Borna an der B 95 folgen, hier gab es große Probleme mit dem Baugrund. Noch dieses Jahr werden laut Werner bauliche Lärmschutzmaßnahmen an der A 72 im Bereich der Ortsumgehung Borna starten.

Inge Engelhardt

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