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Borna ACE-Kreischefin: Linksabbiegen von der Sachsenallee in Borna vermeiden
Region Borna ACE-Kreischefin: Linksabbiegen von der Sachsenallee in Borna vermeiden
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00:17 16.01.2018
ACE-Kreisclubchefin Anita Kern hat Vorschläge für die Verkehrsführung in Borna. Quelle: Nikos Natsidis
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Borna

Wohl jeder Kraftfahrer kennt das: Plötzlich schert ein großer Lastwagen auf der Autobahn aus und blockiert die Überholspur. Weit länger als ein PKW dafür brauchen würde, stockt der Verkehr. Fahrzeuge stauen sich, von der Gefahr, etwa durch Auffahrunfälle, ganz abgesehen. Ein Unding, findet Anita Kern. Die 64-Jährige fährt seit mehr als 45 Jahren unfallfrei. Zudem ist sie Vorsitzende des Autoclubs Europa (ACE) Leipzig-Nordsachsen. Deshalb fordert sie ein Überholverbot für LKW auf zweispurigen Autobahnen wie der A 14 zwischen dem Dreieck Partheneaue und Nossen.

Der ACE, nach dem ADAC die Nummer zwei der Automobilclubs in Deutschland, versteht sich als Anwalt der Kraftfahrer. Er zählt bundesweit mehr als sechs Millionen Mitglieder und im Bereich Leipzig/Nordsachsen 8000. Dazu gehören Borna und Geithain ebenso wie Grimma, Delitzsch und Eilenburg sowie die Großstadt Leipzig. In deren Namen legt ACE-Kreischefin Kern den Finger in Wunden, die zahlreiche Kraftfahrer schmerzen. Zugleich untersucht der ACE Probleme auf und neben der Fahrbahn.

So nahm der Club im Jahr 2016 den Handygebrauch am Steuer unter die Lupe. Anita Kern stand deshalb stundenlang auf einer Brücke über die A 72. „Unglaublich, wie viele Leute da bei Tempo 120 mit dem Handy am Ohr unterwegs waren.“ Die statistische Auswertung der Zählung ergab, dass 15 Prozent aller Kraftfahrer während der Fahrt telefonierten – ohne Freisprechanlage.

Im letzten Jahr hatten die ACE-Untersucher dann die Fußgänger im Visier. Und zwar die, die unentwegt auf ihr Handy starren, ohne darauf zu achten, dass sie womöglich die Fahrbahn betreten. Zwar steht die statistische Auswertung noch aus; klar scheint aber, dass sich auch auf diese Weise viele Menschen in Gefahr bringen.

Es versteht sich, dass ein Automobilclub wie der ACE auch die Verkehrspolitik und den Straßenausbau vor Ort kritisch betrachtet. Die ACE-Chefin hat deshalb Schwierigkeiten, den Umbau der Bahnhofstraße an der Einmündung zur Wettinstraße, wie er vor wenigen Wochen beendet wurde, nachzuvollziehen. Die Straße ist dort verengt worden – und zwar so, „dass nichts mehr geht, wenn dort zwei Busse halten“. Es sei kaum vorstellbar, was passiert, wenn dereinst die Sachsenallee umgebaut wird und der Verkehr dann alternativ durch die Bahnhofstraße rollt.

Die ACE-Kreisvorsitzende hat aber auch Vorschläge, um das innerstädtische Stau-Potenzial zu verringern. Konkret an der Kreuzung Sachsenallee/Mühlgasse/Am Breiten Teich. „Dort sollten Fahrzeuge, die aus der Sachsenallee aus Richtung Altenburg kommen, nicht links Richtung Breiten Teich abbiegen“, weil sich dann oftmals die Autos hinter dem Linksabbieger stauen. Würden die stattdessen rechts von der Sachsenallee via Pegauer Tor in die Mühlgasse geleitet, kämen sie geradeaus Richtung Teich – und das Problem wäre gelöst, so Anita Kern.

Von Nikos Natsidis

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