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AMB setzt auf Verankerung in der Leipziger Region und auf erfahrene Mitarbeiter

Firmenjubiläum AMB setzt auf Verankerung in der Leipziger Region und auf erfahrene Mitarbeiter

Seit 25 Jahren ein marktwirtschaftlich orientiertes Unternehmen und seit Jahren unter den Besten der deutschen VW-Händler: AMB Borna gehört zu den großen und etablierten Arbeitgebern in der Kreisstadt. 190 Mitarbeiter sind hier tätig, darunter 30 Azubis. Die Ursprünge des Betriebes reichen bis 1958 zurück.

Bitte einsteigen: René Stock ist Verkaufsleiter für die Marke Seat und gehört seit 30 Jahren zur Belegschaft.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Von der Produktionsgenossenschaft des Handwerks zu einem der großen VW-Autohäuser im Osten: Die Weichen dafür wurden in Borna im Frühjahr 1991 gestellt. Die AMB Automobile Borna GmbH trat an die Stelle der PGH Kfz-Instandsetzung. Aus dem DDR-Betrieb mit 175 Beschäftigten wuchs in dem Vierteljahrhundert seither ein marktwirtschaftliches Unternehmen heran, das sich seiner Wurzeln sehr wohl bewusst ist. 190 Mitarbeiter zählt das Unternehmen heute – und rangiert seit Jahren schon beinahe regelmäßig unter den besten 50 von 1000 Volkswagenhändlern in Deutschland.

„In der Region verankert zu sein, ist uns sehr wichtig“, sagt Geschäftsführer Steffen Jahn. Er meint nicht nur die über Jahre und Jahrzehnte gewachsenen Kontakte zur privaten Kundschaft („Manche brachten schon ihren Wartburg oder Moskwitsch zu uns“) und zu Firmen. Er meint ebenso den Stamm an Mitarbeitern, von denen einige schon seit 30, 40 oder mehr Jahren dabei sind. Immer noch aktiv ist auch Hans-Joachim Richter. Der 77-Jährige, einst Vorsitzender der Genossenschaft, gehörte zu jenen, die die Umstrukturierung des Betriebes nach der Wende maßgeblich prägten. Bis heute ist Richter einer der nach einem Generationenwechsel neun Gesellschafter der GmbH.

„Unsere Gesellschafter sind alle in diesem Haus groß geworden. Daraus schöpfen wir unsere Stärke, um uns am Markt zu behaupten“, sagt Jahn. Potenzial beziehe man auch aus den im Schnitt 30 jungen Frauen und Männern, die hier zum Kfz-Mechatroniker oder in Büroberufen ausgebildet würden. Wer sich bewähre, erhalte im Unternehmen eine berufliche Perspektive.

1000 Neuwagen und 3000 Gebrauchtwagen der Marken VW, Audi und Seat verkauft AMB am Hauptsitz in Borna und in den Filialen Böhlen und Pegau jährlich. PKW und Nutzfahrzeuge werden gewartet und repariert, auch Fahrzeuge der Marke Skoda. Die Werkstätten werden durch eine Lackiererei ergänzt. Es gibt eine Notdienst-Bereitschaft, einen Mietwagenfuhrpark mit 50 Wagen und sogar eine auf öffentlich zugängliche Gaststätte. Nicht zu vergessen die Esso-Tankstelle in der Leipziger Straße und die AMB-Fahrschule in Borna, Böhlen, Geithain und Teißen. Den Jahresumsatz beziffert Steffen Jahn auf 60 Millionen Euro. Nach der Auseinandersetzung des PGH-Vermögens in der Wendezeit erwarb AMB das ursprüngliche Betriebsgelände, investierte Millionen-Summen in Gebäude und Technik. „Heute sind wir der strategische Partner für VW und Audi zwischen Leipzig und Chemnitz, nachdem mehrere kleinere Autohäuser schlossen“, sagt Jahn. Für Seat, Audi und VW-Nutzfahrzeuge sei man zudem in Altenburg zuständig.

Die Elektromobilität und – stärker noch – die Digitalisierung benennt Controller Jens Strehlau als zwei Kernthemen der Zukunft. Schon heute könne sich die Kundschaft ihr Traumauto am Bildschirm in allen Details konfigurieren. Bei der E-Mobilität rechnet Strehlau im nächsten Jahrzehnt mit einem Durchbruch. Darauf werde sich auch AMB einstellen. Die Negativschlagzeilen um falsche Diesel-Abgaswerte und die Grundsatzdiskussion um Dieselfahrzeuge insgesamt berührten die Geschäfte in Borna indes nur wenig, sagt Strehlau: „Natürlich gibt es Fragen von Kunden. Die ersten Wagen, die von einem Rückruf betroffen waren, hatten wir schon in der Werkstatt.“ Beim Verkauf von Dieselfahrzeugen spüre man keine signifikante Veränderung.

Ein klassisches Jubiläumsfest zum 25-Jährigen sei weder für die Kunden noch für die Belegschaft geplant, sagt Steffen Jahn. Für Letztere gebe es über das Jahr verteilt Aktionen. Viele der Mitarbeiter seien während der Fußball-EM zu einem großen gemeinsamen Public Viewing gekommen: „Dieser Abend war als Dankeschön für die insgesamt geleistete Arbeit gedacht. Das kam gut an.“

Von Ekkehard Schulreich

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