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AZV prüft Übernahme der Kanäle von Groitzsch, Pegau und Elstertrebnitz

Abwasser AZV prüft Übernahme der Kanäle von Groitzsch, Pegau und Elstertrebnitz

Im Abwasserzweckverband „Weiße Elster“ wird über eine grundlegende Strukturänderung nachgedacht. Es wird geprüft, ob die Mitglieder Groitzsch, Pegau, Elstertrebnitz und Zwenkau die kommunalen Kanäle und sämtliche Aufgaben an den AZV übertragen. Daraus würde dann ein Vollverband, der auch einheitliche Gebühren erhebt.

Holger Schulz (l.), Verbandsvorsitzender und Zwenkauer Bürgermeister, im Gespräch mit AZV-Geschäftsführer Michel Friedrich.

Quelle: Ulrike Witt

Zwenkau/Kleindalzig. Im Abwasserzweckverband „Weiße Elster“ wird über eine grundlegende Strukturänderung nachgedacht. Mitglieder sind die Städte Groitzsch, Pegau und Zwenkau sowie die Gemeinde Elstertrebnitz. „Wir prüfen in diesem Jahr, ob der Teilverband in einen Vollverband überführt werden soll“, sagte der Verbandsvorsitzende Holger Schulz (CDU), im Hauptjob Bürgermeister von Zwenkau, während der jüngsten Verbandsversammlung in der AZV-Kläranlage Kleindalzig.

Seit der Gründung im November 1991 ist der AZV ein Teilverband. Während er Eigentümer der größeren Kläranlagen sowie des Ableitungssystems ist, befinden sich die Ortskanalisationen in der Regel im Besitz der jeweiligen Kommune. Die hat zudem die Hoheit über die Abwassergebühren, sodass etwa Pegauer und Groitzscher unterschiedliche Sätze zahlen. Laut Schulz könnte sich das alles demnächst ändern. „Was verbirgt sich dahinter?“, wollte der Pegauer Verbandsrat Carsten Iwan (Siedlerverein Kitzen-Rodeland) wissen. Es geht darum herauszufinden, ob ein Vollverband wirtschaftlicher agieren kann, antwortete der Vorsitzende. Zwar stelle der AZV jetzt schon den Betrieb der Anlagen sicher. Doch müssen sich zudem in den Rathäusern Mitarbeiter mit der Abwasserproblematik beschäftigen.

„Es ist vorgesehen, dass 2017 die Vorprüfung abgeschlossen wird“, so Schulz. „Das heißt nicht, dass ein Wechsel schon 2018 passiert.“ Er rechne eher mit einer Überleitung in einer Zeit von fünf, sechs Jahren. Dieser Ansage entsprechend, ist ein „ob“ offensichtlich keine Frage mehr für den Zwenkauer Bürgermeister. „Die Schwierigkeit wird darin bestehen, eine Gebühreneinheitlichkeit herzustellen“, warf AZV-Geschäftsführer Michael Friedrich in die Debatte ein. „Deshalb soll es ja eine Übergangszeit geben“, entgegnete Verbandschef Schulz.

Abwassergebühren

Aktuell legen die vier Mitglieder im AZV „Weiße Elster“ die Abwassergebühren selbst fest. Bei recht geringen Unterschieden sind die Werte in Elstertrebnitz am höchsten (Auszüge):

Schmutzwasserentsorgung über öffentlichen Kanal ins Klärwerk (in Euro je Kubikmeter; trifft auf etwa 95 Prozent der Gebührenzahler zu) – Pegau 2,35, Groitzsch 2,39, Zwenkau 2,36, Elstertrebnitz 2,48;

Niederschlagswasserentsorgung über öffentlichen Kanal ins Klärwerk (in Euro je Quadratmeter versiegelte Grundstücksfläche) – Pegau 0,71, Groitzsch 0,39, Zwenkau 0,25, Elstertrebnitz 0,82;

Entsorgung von abflusslosen Gruben bei Abholung (in Euro je Kubikmeter) – Pegau 9,22, Groitzsch 9,22, Zwenkau 9,22, Elstertrebnitz 9,22.

Von Olaf Krenz

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