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Ab Morgen regiert das Prinzenpaar aus dem Rietzschketal in Rötha

Karneval Ab Morgen regiert das Prinzenpaar aus dem Rietzschketal in Rötha

Ab morgen haben sie für die nächsten drei Wochen das Sagen in Rötha, jedenfalls in der karnevalistischen Szene der Stadt: Kathrin Heyder (30) und Mirko Trebus (38) sind das aktuelle Prinzenpaar des Karneval Club Rötha (KCR).

Kathrin Heyder und Mirko Trebus sind das aktuelle Prinzenpaar des KCR. Ab Sonnabend regieren sie im Volkshaus.

Quelle: André Neumann

Rötha. Ab morgen haben sie für die nächsten drei Wochen das Sagen in Rötha, jedenfalls in der karnevalistischen Szene der Stadt: Kathrin Heyder (30) und Mirko Trebus (38) sind das aktuelle Prinzenpaar des Karneval Club Rötha (KCR).

Die beiden lebenslustigen Menschen sind gewissermaßen durch Zufall zu Majestäten geworden. Vielleicht steckte aber auch ein Plan dahinter, vielleicht hatte der KCR ja auf der Suche nach einem schmucken Paar – und das sind die beiden auf jeden Fall – seine Fahnder im vergangenen Sommer ganz bewusst zum Fußballfest des Röthaer Sportvereins geschickt. Jedenfalls wollten Mirko Trebus und seine Lebensgefährtin auf der Party eigentlich nur einen gemütlichen Abend verbringen und etwas trinken, als plötzlich aus dem Hintergrund jemand rief: „Das ist unser neues Prinzenpaar!“

Und weil die beiden, wie die gebürtige Thüringerin sagt, sich „gern auf einen Witz einlassen und schnell ja sagen“, wurde nicht lang gefragt und die Sache war geregelt. Und warum auch nicht, schließlich „lernt man dabei ja viele nette Leute kennen, das ist toll“, sagt Mirko Trebus, der seinen Lebensunterhalt als Geschäftsführer eines Elektrofachmarktes verdient.

Ein Paar sind Mirko Trebus und Kathrin Heyder seit 2014. Und auch das ging damals ziemlich schnell. Der junge Mann, der seit 2009 in Rötha wohnte, war mit seinem damals drei Jahre alten Sohn Henry im Urlaub in Thüringen, wo sie die aus Saalfeld stammende Frau kennen lernten. Der Junge fand sie so toll, dass er sie am liebsten gleich mit nach Hause nehmen wollte. Noch im gleichen Jahr zog sie nach Rötha zu Mirko Trebus in dessen Haus im Rietzschketal.

Was für den KCR so bedeutsam ist, dass dessen Vizepräsident und Sprecher immer wieder mal ausdrücklich darauf hinweist. Weil es erfreulich ist, wenn die Bewohner der großen Eigenheimsiedlung mit denen der Stadt enger zusammenrücken. Vielleicht kann es das Prinzenpaar richten.

Das hat während seiner ersten Auftritte im November auch schon auf dem Tanzparkett für frischen Wind gesorgt. „Wir wollten keinen Walzer tanzen“, sagt die selbstständige Schuhdesignerin. Und deswegen erklang beim Eröffnungstanz „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“ von Marius Müller Westernhagen.

Bei ihren Auftritten am 11., 18., 19. (Seniorenfasching) und 25. Februar sowie beim Karnevalsumzug am 26. Februar wollen sie sowohl Röthas Vorteile herausstellen als auch die Stadt auf die Schippe nehmen. Der Spruch „Weil Rötha nichts zu bieten hat, nannten wir sie Gartenstadt“, klingt zwar sehr gut, müsse aber nicht stimmen, wie der Prinz sagt. Die baldige Autobahnanbindung und die aufblühende Seenlandschaft rundherum würden viele Möglichkeiten eröffnen, ist Mirko Trebus überzeugt.

Der mit seiner Gefährtin dennoch auch ein paar Spitzen austeilen will: So würden die Pflanzlöcher im neuen Fußweg in der August-Bebel-Straße, in die nun doch keine Bäume kommen sollen, schon Hundeklo genannt. Wenn, sagt Trebus mit karnevalistischer Spitzfindigkeit, dann auch für den Neubau auf dem Schlossgelände das Geld ausgeht, käme vielleicht noch ein Katzenklo dazu.

Damit nicht genug, was die Neigung zum Karneval angeht, spielt Rötha in einer ganz großen Liga mit, haben die beiden Majestäten bemerkt. Als nämlich vor ein paar Wochen Sonnabendvormittag der Kartenvorverkauf für die Abendveranstaltungen begann, stellten sich die ersten Röthaer schon am Abend zuvor gegen 21 Uhr im Volkshaus an. Und so etwas, sagt Mirko Trebus, „gibt es sonst nur bei Apple“. Darauf ein kräftiges: Rhötano Bravo.

Von André Neumann

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