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Abflug zu den Olympischen Spielen: Röthaerin schickt Bilder aus Rio

Sport Abflug zu den Olympischen Spielen: Röthaerin schickt Bilder aus Rio

Von Rötha in die weite Welt: Fernsehmoderatorin Eike Papsdorf-Friedrich ist auf dem Abflug. In den nächsten drei Wochen berichtet sie von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Die im Landkreis Leipzig beheimatete Journalistin wird als Reporterin die Wettbewerbe in der Rhythmischen Sportgymnastik und im Synchronschwimmen verfolgen.

Ruhe vor dem Sturm im Olympischen Dorf von Rio de Janeiro.
 

Quelle: dpa

Landkreis Leipzig/Rötha.  Mit über 30 Aktiven sowie zahlreichen Betreuern, Kampfrichtern, Sportwissenschaftlern und Medienvertretern ist der Freistaat Sachsen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro vertreten. Eine von ihnen kommt aus Rötha. Eike Papsdorf-Friedrich, 38-jährige TV-Journalistin, hat sich gerade auf den Weg über den Atlantik gemacht. Seit Jahren arbeitet sie für das ZDF und das MDR-Fernsehen. Die sportinteressierten Fernsehzuschauer kennen sie von den Wintersport-Übertragungen im ZDF, wo sie die Skispringer während ihrer Saison begleitet, dort Interviews führt und Beiträge macht.

Statt nach Oslo, Innsbruck oder Oberstdorf geht es nun in wärmere Gefilde. „Klar sind etwas gemischte Gefühle dabei, wenn man an die Diskussion über das Zika-Virus denkt. Auch im Kollegenkreis wurde darüber debattiert. Das ZDF hat jedem ein großes Moskitonetz und zwei Packungen Insektenschutzmittel mit der Post geschickt. Sicher ist sicher…“, so die Röthaerin. Was Olympia angeht, verfügt sie über einen Erfahrungsschatz von einem Jahrzehnt. Turin 2006 waren ihre ersten Spiele, es folgten Peking 2008, Vancouver 2010 und London 2012. Nur in Sotschi musste sie aus familiären Gründen passen. Hinzu kamen noch mehrere Paralympics. „Da ist die Stimmung mindestens genauso gut, vielleicht sogar etwas schöner, weil familiärer.“

In Rio wird sie zunächst im IBC, dem International Broadcasting Center, in dem ARD und ZDF sowie alle anderen TV-Stationen ihre Studios haben, arbeiten. „Nachrichtenstücke schneiden, eventuell mit einem Kamerateam Dreharbeiten machen oder Interviews führen – alles was so anfällt, damit die Zuschauer in Deutschland bestens informiert sind.“ In der zweiten Olympiahälfte ist ihr Platz am Reportermikrofon. „Ich bin als Reporterin für Rhythmische Sportgymnastik und Synchronschwimmen besetzt und werde dann aus der Halle und vom Beckenrand die Wettkämpfe kommentieren.“ Dass dies eher Randsportarten sind, stört sie nicht. „Es ist schön, dass diese anspruchsvollen und überaus attraktiven Sportarten wenigstens bei Olympischen Spielen mal auf die große TV-Bühne kommen. Ansonsten sieht man im Fernsehen ja leider kaum etwas davon.“

Auch als Reporter muss man vorher ins „Trainingslager“: „Seit Monaten bereite ich mich auf den Einsatz vor. Videostudium von vorangegangenen Wettkämpfen, Gespräche mit Trainern, Kampfrichtern und Sportlern gehören ebenso dazu wie das Studium der Wettkampfbestimmungen und des Regelwerks. Dass man mehr als der Zuschauer wissen sollte, ist klar und bei solchen Randsportarten auch nicht das große Problem. Die Herausforderung liegt eher darin, die Leute mitzunehmen, die Spannung zu transportieren und den Wettkampf anschaulich und verständlich zu schildern. Bei Sportarten mit einer künstlerischen Komponente, das gilt zum Beispiel auch für den Eiskunstlauf, kann man als Reporter auch mal den Mund halten und die Bilder wirken lassen“, sagt Eike Papsdorf-Friedrich. „Das ist der Vorteil gegenüber dem Fußball. Da stehen die Reporter oft in der Kritik, weil die Fans am Bildschirm vieles vermeintlich besser wissen.“

Drei Wochen Rio, was sagt die Familie dazu? „Sie hofft vor allem, dass ich gesund wiederkomme. Mein Mann arbeitet auch in der Sportbranche und ist mein wichtigster Kritiker. Sein Feedback brauche ich. Und unser Sohn kennt das mit meinen Dienstreisen aus dem Winter. Wir werden täglich telefonieren oder skypen. Dann ist Brasilien auf einmal ganz nah.“

Von pcw

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