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Borna Abriss des ehemaligen Bornaer Freibades verzögert sich um Monate
Region Borna Abriss des ehemaligen Bornaer Freibades verzögert sich um Monate
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00:17 11.11.2016
Das Bornaer Freibad hat sich zum gefährlichen Terrain entwickelt. Zäune fehlen, Gehwegplatten liegen lose herum. Quelle: Julia Tonne
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Borna

Zaunfelder fehlen, Gehwegplatten liegen los herum, Gebäudedächer sind mittlerweile vollkommen von Gestrüpp überwuchert. Das Freibad Wyhraaue in Borna ist schon längst nicht mehr ansehnlich – und wird zunehmend gefährliches Terrain. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstagabend die Verwaltung aufgefordert, das Areal wieder abzusichern. Und eben diese Sicherung muss länger halten als angedacht, denn wie Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) mitteilte, soll das Bad später abgerissen werden als ursprünglich geplant.

„Wir haben die Zusage für Fördermittel bekommen“, informierte die Rathauschefin das Gremium. Der Abriss könne aus dem Topf der Richtlinie Brachflächenrevitalisierung zu rund 90 Prozent gefördert werden, die Stadt müsse selbst etwa 30 000 Euro beisteuern. Fördermittelgeber sei in dem Fall der Freistaat und zuständig die Sächsische Aufbaubank. Eines aber machte Luedtke auch deutlich: der Stadtrat werde im Dezember bei der kommenden Sitzung den Beschluss debattieren, der da lautet, dass das Freibad erst im nächsten Jahr der Abrissbirne zum Opfer fallen wird. Es habe bei der Verwaltung mittlerweile einige Anrufe von Naturschutzverbänden gegeben, die fordern einbezogen zu werden. „Und natürlich müssen wir sie mit ins Boot holen“, erklärte Luedtke. Aber eben das begründe die zeitliche Verzögerung.

Brigitta Ast (Freie Wähler) fragte nach, ob denn auch die Fördermittel zur Verfügung stehen würden, wenn sich der Abriss nach hinten verschiebe. „Das Geld ist da, auch wenn Anfang 2018 noch revitalisiert wird“, beruhigte die Rathauschefin das Gremium. Indes machte sich Roland Wübbeke (CDU) Sorgen, dass auf dem Gelände in absehbarer Zeit etwas passieren könne. „Denn wer hier rein will, kommt auch rein“, machte er deutlich. Schließlich würden mittlerweile zahlreiche Zäune fehlen. „Das Gelände muss unverzüglich zugemacht werden, ehe etwas passiert“, forderte er.

Das Thema Freibad spielte noch bei einem anderen Tagesordnungspunkt der Sitzung eine Rolle. Denn die Räte hatten auch über die Besetzung des Ausschusses für Akteneinsicht in sämtliche Unterlagen zum Umbau/zur Wiedereröffnung des Freibads zu entscheiden. Vorschläge waren bereits vor der Sitzung eingegangen. In geheimer Wahl wurden schließlich aus jeder Fraktion ein Vertreter und ein Stellvertreter bestimmt. Für die CDU sind das Ingrid Tietze und Wübbeke, für die Freien Wähler/Bürger für Borna Ast und Andreas Weise, für die SPD/FDP Michél Zurbrügg und Oliver Urban sowie für die Linke Frank Feldmann und Lutz Lettau.

Von Julia Tonne

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