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Borna Abschied nach 57 Jahren
Region Borna Abschied nach 57 Jahren
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14:07 19.05.2015
Sprachen sind seine Leidenschaft: Dr. sc. Siegfried Körner wird am 13. Juni als jahrzehntelange Lehrkraft an der Volkshochschule offiziell verabschiedet. Quelle: Nikos Natsidis

Jetzt wird der Mann vom Jahrgang 1933, der sich durchaus als Bornaer Lehrerlegende bezeichnen lässt, von der Volkshochschule Leipziger Land offiziell verabschiedet. An der Volkshochschule hatte Körner bis vor kurzen noch unterrichtet. Begonnen hatte er dort vor 57 Jahren.

Da war der studierte Philologe mit dem unglaublichen Sprachtalent allerdings schon ein gestandener Pädagoge, für den Sohn eines Bornaer Kolonialwarenhändlers vom Jahrgang 1933 ein Traumberuf. Angefangen hatte Körner 1951 als Neulehrer, zunächst für Deutsch und Russisch. Der Russischunterricht war allerdings nur ein Anfang, später kamen Englisch, Französisch, Tschechisch und Latein dazu. Ganz abgesehen davon, dass sich Siegfried Körner, gesegnet mit einem unglaublichen Sprachtalent, auch auf Sorbisch, Polnisch ("Das verstehe ich.") und Serbokroatisch verständlich machen kann. "Und Ungarisch hat mich auch interessiert."

Siegfried Körner hatte zunächst an der Dinterschule begonnen, bevor er ab 1953 an der damaligen Oberschule, dem heutigen Teichgymnasium, unterrichtete. Drei Jahre später dann der Wechsel zurück an die Dinterschule - und das war auch der Beginn seiner Zeit als Lehrer an der Volkshochschule. Der blieb er auch treu, als er an der damaligen Karl-Marx-Universität Leipzig sein Studium der Sprach- und Literaturwissenschaften, Slawistik und Romanistik begann - im Jahr 1956. Das Studium endete mit einem Diplom, später kamen die Promotion A und 1984 die Promotion B sowie schließlich 1991 die Hochschullehrbefähigung dazu. Denn jemand wie Siegfried Körner verstand sich immer als Lehrer, der zugleich mit Leidenschaft selbst Neues lernt. Dass er sich mit dem Erlernen neuer Sprachen vergleichsweise leicht tut, hat wohl seinen Grund. "Mir hat einmal ein Lehrer gesagt, dass es einem umso leichter fällt, eine neue Sprache zu lernen, je mehr Sprachen man bereits beherrscht." Sprachen waren und sind die große Leidenschaft des praktizierenden Wissenschaftlers, der sich auch für die Onomastik, die Namenskunde, begeistert.

Mit der Erwachsenenbildung hatte er nicht nur an der Volkshochschule zu tun. Seit den 60er Jahren lehrte Siegfried Körner an der Betriebsakademie des Böhlener Chemiewerks, wo künftige Ingenieure vor ihm saßen. "Es hat mir Spaß gemacht, mit Erwachsenen zu arbeiten", erinnert sich Siegfried Körner. Was ihm am längsten blieb, war die Lehre an der Volkshochschule. Wo er auch ein strenger Lehrer war, wie er sagt. In jedem Fall aber ein sehr guter. Am 13. Juni wird er dort offiziell verabschiedet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.06.2014
Nikos Natsidis

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