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Abschluss Schnauderbrücke: Groitzsch beendet Hochwasser-Projekte

Vier Millionen verbaut Abschluss Schnauderbrücke: Groitzsch beendet Hochwasser-Projekte

Die Schnauderbrücke in Wischstauden ist freigegeben. Sie war das letzte kommunale Groitzscher Projekt bei der Schadensbeseitigung nach dem Hochwasser 2013. Teuerstes der 27 Vorhaben war die Sanierung der Sportanlagen an der Schletterstraße.

Mit der Schnauderbrücke in Wischstauden sind die 27 Groitzscher Projekte nach dem Hochwasser 2013 abgearbeitet. Planerin Manja Zschocke (v. l.), Bauleiter Eric Hesselbarth von der Baufirma Heli Transport und Service GmbH aus Schmölln, Planungschef Gunter Härtling vom Ingenieurbüro für Baustatik aus Lehndorf und der städtische Bauamtsleiter Dirk Schmidt bei der Bauabnahme.

Quelle: Olaf Krenz

Groitzsch/Wischstauden. Auf die offizielle Freigabe der Schnauderbrücke in Wischstauden am Dienstagvormittag hatten Autofahrer gar nicht gewartet. „Selbst als unsere Bauleute in den vergangenen Wochen vor Ort waren, haben einige die Absperrung beiseitegeschoben und sind über die Brücke gefahren“, ärgerte sich Bauleiter Eric Hesselbarth. Seine Firma Heli Transport und Service GmbH aus Schmölln sanierte das Bauwerk in den zwei Monaten seit Ende August. Die Kosten liegen bei reichlich 92 000 Euro. Es war das letzte von 27 kommunalen Groitzscher Projekten, mit denen Schäden vom Hochwasser im Juni 2013 beseitigt wurden.

Bis ins Fundament der Wischstaudener Brücke musste nicht eingegriffen werden. Doch da es inzwischen durch sie durchtropfte, war der Aufbau zwingend zu erneuern, so Hesselbarth: „Bevor sich das Mauerwerk zersetzt.“ Also legten seine Mitarbeiter das Brückengewölbe frei, ehe sie es neu abdichteten. Dann wurden die Kopfbalken, auch Stirnwände genannt, betoniert, mit Natursteinoptik geformt, und mit Granitplatten abgedeckt. Obendrauf kamen neue Geländer. Bevor die Fahrbahndecke asphaltiert wurde, baute die Firma eine spezielle Zwischenschicht ein. „Damit die Last auf der Brücke besser verteilt wird und nicht nur auf den obersten Punkt des Gewölbes drückt“, erklärte der Groitzscher Bauamtsleiter Dirk Schmidt. Deshalb hat die Straße dort nun eine leichte Rundung.

Wappen fürs Geländer kommen noch

Weniger zufrieden war er damit, dass die Firma die Bauzeit ausgereizt hatte. Immer wieder hatte es Anrufe in der Verwaltung gegeben, dass nicht gearbeitet werde. Hesselbarth entschuldigte sich damit, dass zahlreiche andere Projekte auch bedient werden mussten. In den nächsten Tagen sind in Wischstauden noch wenige Restarbeiten zu erledigen, wurde bei der Abnahme des Bauvorhabens mit Firma, Planern vom Ingenieurbüro für Baustatik aus Lehndorf und Stadtverwaltung festgelegt. An der Nordseite der Brücke müssen zwei Warnbaken an der Stirnwand aufgestellt werden. Die zwar schon mal gerichteten Bankette, die wegen des Mutterbodens leicht zu zerfahren sind, sollen mit einem Mineralgemisch ausgebessert sowie die kleinen Böschungen, wohl von Kinderfüßen zertreten, noch mal verfestigt werden. Und schließlich erhalten beide Geländer im Mittelteil noch ein Stadtwappen.

Projekte vom Hochwasser 2013 beendet

„Und damit ist es endlich geschafft“, sagte Bauamtsleiter Schmidt. Dann ist das Kapitel Juni-Hochwasser 2013 aus kommunaler Sicht abgeschlossen. Nach an­fänglich geschätzten 2,8 Millionen Euro für die 27 Projekte, darunter 14 Brücken, werden inzwischen rund vier Millionen Euro fällig. Geld, das der Freistaat komplett bezahlt. Die Stadt muss es aber vorschießen – und wartet danach bis zu einem Dreivierteljahr auf die Rückerstattung.

Teuerstes Vorhaben laut Schmidt war die Sanierung des Sportbereichs an der Schletterstraße im Stadtgebiet. Für den Naturrasenplatz und die Tennisanlage wurden rund 700 000 Euro fällig. Die Marienbrücke an der Ortverbindungsstraße nach Pegau schlug mit knapp 440 000 Euro zu Buche. Die Straße durch die Aue – ein Gemeinschaftsprojekt mit Pegau und Elstertrebnitz – erforderte Aufwendungen von etwa 220 000 Euro, wozu noch die jeweiligen Ortsanbindungen für die Dörfer Gatzen, Löbnitz-Bennewitz und Saasdorf kamen 700 000 Euro. Unter anderem wurden auch die Wege sowie kleinen Brücken und Stege in der Gartensparte „Zur Erholung“ erneuert.

Von Olaf Krenz

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