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Borna Advent in Pegau: Rasante Autos und besinnlicher Weihnachtsmarkt
Region Borna Advent in Pegau: Rasante Autos und besinnlicher Weihnachtsmarkt
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12:48 07.12.2015
Schön, schräg, rhythmisch, laut und weihnachtlich: Die Guggemusiker Blablös heizten dem Publikum mächtig ein. Quelle: Gislinde Redepenning
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Pegau

Wenn die Ponys Meggy und Lui Nikolausmützen tragen, die Blablös schön schräg in roten Kaputzenmänteln Weihnachts-Guggemusik spielen, Hans-Hermann Koch in roter Kutte und mit Rauschebart mal aus dem Jutesack heraus Süßigkeiten an die Kleinen verteilt, dann wieder am Stand des Heimatvereins im Akkord Glühwein für die Großen erhitzt, ist Weihnachtsmarkt in Pegau. Die Innenstadt ist für bummelnde Besucher abgesperrt, kein freier Parkplatz weit und breit: Neben dem verkaufsoffenen Sonntag lockten der Weihnachtsmarkt und die Adventsmesse im Volkshaus mit einem facettenreichen Mix an Aktionen und Attraktionen.

Das Stammpublikum begrüßte zur Adventsmesse viele Bekannte an den bunten Ständen. Filigrane Klöppelarbeiten von Heidrun Lang, die Occhi-Kunst von Erika Lorenz, Strick- und Häkelarbeiten des Handarbeitszirkels im Verein für Heimatkunde zählen zu den traditionellen Angeboten. Mittendrin der Weihnachtsmann mit Naschereien für den Nachwuchs. Der vierjährige John-Luca, der auf jeden Fall noch mit der Kindereisenbahn fahren und eine Runde auf dem Karussell drehen wollte, war das Jahr über offenbar ganz artig, denn keck krähte er: „Ich will auch ein Geschenk!“

So manch einer verpasste das lebhafte Treiben rund um den Marktplatz, denn parallel fand im Autohaus Friedel der zweite Pegauer GT-Slotcar-Racing Cup statt. Im wahrsten Sinne des Wortes festgefahren hatte sich nach ein paar Proberunden auch Andreas Petermann, Mannschaftsweltmeister von 1979 und Friedensfahrer, den schnell rollende Räder nach wie vor reizen. Nicht nur die kleinen Jungs bekamen angesichts der Rennstrecke große Augen.

Was mit einem einfachen Schienen-Bausatz begann, endete nach deutschlandweiten Recherchen und fünf Jahren Bauzeit mit 250 Metern gezogenen Kabeln, 180 Kilo zu einer Hügellandschaft verarbeitetem Gips und 1500 Arbeitsstunden mit einem permanent aufgebauten, vierspurigen Neuseenlandring, inklusive einer Rennsoftware, elektronischer Zeitmessung, Rundenzähler und Tanksimulator. Moderator Alexander Lieder, der Neulinge in die Technik einwies, und seine enthusiastischen Mitstreiter luden im Vorjahr zum ersten Cup ein. Die Resonanz war so groß, dass sie das Ereignis wiederholten. Die Teilnahme ist kostenlos, der Erlös aus einem kleinen Buffet kommt dem Kinderhospiz Bärenherz in Markkleeberg zugute.

Spaß und Spenden standen im Vordergrund, als nach zwei spannenden Vorläufen das Finale anstand. Unangefochtener Sieger wurde der nach den Vorleistungen große Favorit Robert Bernstein vor Steffen Gessinger, Knut Pfefferkorn und Petermann, der es immerhin in den Endlauf geschafft hatte. „Natürlich fahre ich um den ersten Platz“, hatte Mechatroniker-Azubi Bernstein von der Pole Position heraus schon angekündigt. Als Kind hatte er eine Carrera-Bahn, aber hier sei alles viel größer und schneller. „Das macht richtig Spaß, man darf sich nur nicht demotivieren lassen und nicht aufgeben, auch wenn man mal aus der Bahn fliegt.“

Von Gislinde Redepenning

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