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Borna Ärger wegen Umleitung durch Schnaudertrebnitz
Region Borna Ärger wegen Umleitung durch Schnaudertrebnitz
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16:25 29.12.2009
Wegen Brückenbauarbeiten auf der B 2 wälzt sich der gesamte Verkehr durch Schnaudertrebnitz. Quelle: Günther Hunger
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Groitzsch

Nachdem einige ihrem Ärger Luft machten, wurden Tempo-30-Schilder aufgestellt, eine Verkehrszählung und Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt.

„Sehr viele Anwohner der S 61 sind vor allem deshalb verärgert, weil die für 1. Oktober angekündigten Arbeiten an den zwei Brücken erst vier Wochen später begannen“, sagte die Audigaster Ortsvorsteherin Antje Wildensee. Am 4. November wurde die B 2 gesperrt. „Seitdem passierte nicht viel. Nur eine Brückenkrone wurde entfernt. Nun ruhen die Arbeiten.“ Die Straßensperrung würden die Leute in Kauf nehmen. „Aber sie fürchten vor allem um die Sicherheit der Kinder auf dem Fußweg.“ Besonders in Kurven sei es gefährlich, wenn sich LKW oder Busse begegnen. Dann weiche meist einer auf den Fußweg aus. „Solche Sicherheitsfragen müssen doch im Vorfeld geklärt werden.“„Natürlich ist es nicht schön, wenn jetzt der ganze Verkehr durch Schnaudertrebnitz geleitet wird“, meinte Jens Kunath. „Aber was will man machen? Wenn Brücken oder Straßen gebaut werden, geht es nicht ohne Umleitung.“ Zumindest sei es vom Lärm her etwas ruhiger geworden, seit die Tempo-30-Regelung gelte. Allerdings verstehe er nicht, warum die Arbeiten erst am Jahresende beginnen, „wenn klar ist, dass sie im Winter ruhen. Sicher hängt das mit freigegebenen Geldern zusammen“.Tina Jakob wohnt direkt an einer Kurve. „Da fahren manche LKW gleich mal über den Fußweg, wenn es wegen Gegenverkehr zu eng wird. Das ist schon beängstigend.“

Laut Rainer Förster, Amtsleiter des Straßenbauamtes Leipzig, sei die Instandsetzung der beiden Brücken auf der B 2 südlich Pegaus Bestandteil des Konjunkturprogramms II des Bundes. „Entscheidend für die Einordnung in das Programm war deren kritischer bauliche Zustand.“ Die Umleitungsstrecke sei im Vorfeld zwischen Verkehrsbehörde des Landratsamtes, Polizei und Baulastträger abgestimmt worden. „Dabei wurden keine Bedenken geäußertEntgegen der vorgegebenen Bauzeit von Oktober bis April habe der Baubetrieb erst mit etwa vierwöchiger Verspätung seine Arbeit aufgenommen. Förster: „Die Firma setzt die Kapazitäten an Personal und Technik entsprechend ihrer Möglichkeiten und Disposition ein. Gegenwärtig sind die Arbeiten im bestätigten Zeitplan.“Inzwischen hat sich einiges getan. „Nach Beschwerden von Anwohnern der S 61 wurde ein Vor-Ort-Termin anberaumt“, sagte Silke Große, die Leiterin der Ordnungs- und Sozialverwaltung Groitzsch. „Dabei wurde unter anderem entschieden, die Geschwindigkeit auf der S 61 von 50 auf 30 km/h zu verringern.“ Die entsprechenden Schilder wurden am 18. Dezember aufgestellt.Zwei Tage zuvor wurden auch Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. 18 der unter die Lupe genommenen insgesamt 1268 Fahrzeuge waren zu schnell. Weitere Kontrollen folgen. Dazu kam vom 21. bis 23. Dezember eine Verkehrszählung. „Die Ergebnisse liegen in der ersten Januarwoche vor“, so Petra Kläffling von der Pressestelle des Landratsamtes.

Gerd Barthel

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