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Borna AfD: Kandidatur zum Stadtrat unklar
Region Borna AfD: Kandidatur zum Stadtrat unklar
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14:53 19.05.2015

Die neue politische Gruppierung suche aber das Gespräch mit anderen Bewegungen und Parteien.

Für die Kreistagswahl ist klar, dass die AfD, deren prominentestes sächsisches Mitglied Frauke Petry bekanntlich aus dem Landkreis Leipzig kommt, antritt. Ob das auch eine Stufe tiefer und damit auch in der Kreisstadt Borna passiert, ist noch offen. Reitter verweist auf die dünne Personaldecke der Bewegung, die bei den Bundestagswahlen mit mehr als sechs Prozent in Sachsen überdurchschnittlich gut abgeschnitten hat. Gegenwärtig zähle die AfD im Landkreis 35 Mitglieder und sechs Förderer, wobei das Personal vom Arbeiter bis zum emeritierten Chemie-Professor reiche.

Wie Stadtratswahlen vorbereitet werden und auch erfolgreich zu bestreiten sind, das weiß jemand wie Reitter. Der Unternehmer gehörte vor knapp anderthalb Jahrzehnten zu denjenigen, die hinter den Kulissen die Weichen stellten, damit die seinerzeit neue Wählervereinigung "Bürger für Borna" (BfB) nicht nur zustande kam, sondern auch in den Stadtrat und später in der Person des Unternehmers Bernd Schröter sogar ins Bornaer Rathaus zog. Mit seinen früheren politischen Freunden, die erst kürzlich auf LVZ-Anfrage ein Lebenszeichen von sich gaben, hat Reitter allerdings nichts mehr zu tun. Das dürfte auch mit der wechselhaften Geschichte des Abstiegs der BfB zusammenhängen, die nach dem juristischen Aus im Vorfeld der letzten Stadtratswahlen weitgehend in der Versenkung verschwunden waren.

Stattdessen erklärt der diplomierte Philosoph Reitter, das schief legt, wer seine neue politische Heimat rechts verortet. Allerdings sei es schon so, "dass die Bewegungsrichtung in unserem Lande nicht mehr stimmt". Der Weg nach Europa sei gepflastert mit Schulden, "wobei ich mit den Schulden des griechischen Nomalbürgers leben kann, aber nicht mit denen der griechischen Millionäre", sagt Reitter. Er sei vom Kurs der großen Volksparteien enttäuscht. Es stimme etwas nicht in Deutschland, wenn "Krawallorgien politisch verbrämt" würden, wie es etwa zu Silvester in Leipzig-Connewitz und am 1. Mai in Berlin-Kreuzberg der Fall sei.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.01.2014
Nikos Natsidis

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