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Borna Aktionswoche Alkohol in Borna: Maßhalten statt Maß halten
Region Borna Aktionswoche Alkohol in Borna: Maßhalten statt Maß halten
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00:18 26.05.2017
Den Infostand am Bornaer Markt, Eingang Reichsstraße, bauen hier Kathrin Severin (l.) und Livia Hausdorf auf. Quelle: Andreas Döring
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Borna


Im ganzen Land läuft diese Präventionskampagne zum sechsten Mal. „Ich finde es wichtig, dass das Thema immer mal wieder in der Öffentlichkeit eine Rolle spielt“, sagte Suchttherapeutin Livia Hausdorf. Jährlich sollen in Deutschland rund 74 000 Menschen direkt oder indirekt in Verbindung mit Alkohol sterben. Etwa 1,2 Millionen Männer und 382 000 Frauen zwischen 18 und 64 Jahren gelten zudem als akut alkoholabhängig.

Die 39-Jährige arbeitet seit zehn Jahren in der Suchtberatungsstelle in Borna und stellt anhand der Klientenzahlen fest, dass sich „die illegalen Substanzen auf hohem Niveau eingepegelt haben und Alkoholsucht ein stückweit zurück gegangen ist“. Was keine Entwarnung sei, denn: Alkohol bleibt Droge Nummer 1. Kein anderes Suchtmittel sei gesellschaftlich derart akzeptiert. Dass Bier und Schnaps abhängig machen können, ist allgemein bekannt. Doch wer weiß schon, dass Alkoholkonsum zu den „Top Ten“ der Krebsrisikofaktoren gehört oder dass jede dritte Gewalttat in betrunkenem Zustand verübt wird? Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation sei, zwei bis drei Tage in der Woche ohne Alkohol zu leben.

Nicht zum ersten Mal betreut die Therapeutin solch einen Info-Stand. „Wir haben hier sicher keinen Dauerbetrieb, kommen aber doch mit vielen Leuten ins Gespräch, wir werden wahr genommen“, sagte sie. Auch Mitglieder der Selbsthilfegruppen für Alkoholabhängige würden an solch einem Tag vorbei kommen.

Mehrere solcher Gruppen arbeiten im Landkreis Leipzig. „Dies kann eine wichtige Unterstützung für Betroffene sein“, meinte Hausdorf. Manch einer nutzte diese Zusammenkünfte nur am Anfang, andere kommen regelmäßig Woche für Woche, auch wenn sie schon seit 17 Jahren trocken sind. Im Juni sei ein großes Treffen der Selbsthilfegruppen aus dem Raum Borna/Geithain im Kulturpark Deutzen geplant.

Von Claudia Carell

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