Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Aldi hat in Borna neuen Standort im Blick
Region Borna Aldi hat in Borna neuen Standort im Blick
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:12 27.04.2018
Nachdem die Pläne für einen neuen Aldi-Markt am Breiten Teich in Borna gescheitert sind, könnte ein solcher Neubau jetzt an der Ecke Leipziger Straße/Sachsenallee entstehen. Quelle: Andreas Döring
Borna

Bei der Suche nach einem neuen Standort für den Discounter Aldi in Borna gibt es eine aktuelle Entwicklung. So hat die Firma ESF-Immobilien, die im Auftrag von Aldi nach einem alternativen Standort zu den beiden Filialen in der Lobstädter und der Lausicker Straße sucht, jetzt das Areal an der Ecke Leipziger Straße/Sachsenallee im Blick, auf dem sich derzeit unter anderem Jungmann-Kosmetik sowie ein Wohnblock der Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS) befinden. Es wäre sozusagen der Ersatz für das Areal am Breiten Teich, das der Discounter vor Jahresfrist ins Visier genommen hatte und von dem er sich dann nach dem öffentlichen Widerstand gegen seine Pläne verabschiedet hatte.

An der Ecke Leipziger Straße/Sachsenallee könnte ein neuer größerer Aldi samt Drogeriemarkt entstehen. Quelle: Patrick Moye

Fest steht, dass die Firma ESF-Immobilien bereits erste Gespräche mit den Eigentümern der Grundstücke auf dem Areal geführt hat, auf dem sich Aldi niederlassen will und zudem – wie schon am Breiten Teich geplant – ein DM-Drogeriemarkt entstehen soll. Vorgesehen ist auch die Errichtung von insgesamt 104 Parkplätzen. Offiziell dazu äußern will sich ESF allerdings nicht. Die Grundstückseigentümer sollen durchaus bereit sein, ihre Flächen zu veräußern. Was den bewohnten BWS-Block anbelangt, in dem die Mieter teilweise bereits seit Jahrzehnten leben, so dürften sich die Verantwortlichen des Discounters durchaus der Sensibilität des Themas bewusst sein. Es gilt deshalb als klar, dass das Unternehmen mit aller Kraft nach einer sozialen Lösung suchen wird. Im Klartext: Nichts könnte der Discounter weniger gebrauchen, als den Eindruck, dass Aldi langjährige Mieter aus ihren Wohnungen vertreiben könnte – sofern der Block tatsächlich weichen müsste, was noch nicht als hundertprozentig ausgemacht gilt.

Der bewohnte BWS-Block ist nicht das einzige Problem am möglichen neuen Aldi-Standort. Immerhin befände sich der Markt an der Leipziger Straße sowie der Sachsenallee und damit an einer Bundesstraße. Aldi bräuchte deshalb auch eine Zufahrt, günstigerweise einen Kreisverkehr. Weil die Stadt bereits einen Kreisverkehr in Richtung Geschwister-Scholl-Straße plant, setzt die Firma ESF hier auf eine Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung.

Was die Nachnutzung der beiden vorhandenen Aldi-Märkte in Borna anbelangt, so bleibt es bei den ursprünglichen Überlegungen. Danach soll der Markt in Borna-Ost an einen Händler mit nicht innenstadtrelevantem Sortiment vermietet werden. In der Lobstädter Straße könnte die Bornaer Lebenshilfe mit ihren Plänen, dort einen Wohnpark für Menschen mit und ohne Behinderung zu errichten, zum Zuge kommen.

Die Planer machen auch die Bedeutung der Ansiedlung eines DM-Drogeriemarktes klar. Die wäre mit Blick auf die hohen Kosten für das Projekt ein wichtiger finanzieller Eckpfeiler. Als Voraussetzung dafür gilt ein positives Gutachten in Bezug auf die Kaufkraftentwicklung in Borna sowie mit der Botschaft, dass die Stadt zwei Drogeriemärkte verträgt.

Im Sommer war der Discounter mit seinen Plänen, sich mit einem neuen größeren Markt an der Ecke Sachsenallee/Am Breiten Teich in Borna niederzulassen, am massiven öffentlichen Widerstand gescheitert. Kritiker hatten moniert, dass die Stadt damit ein „Filetstück“ verkaufe, dass für andere Nutzungen besser geeignet sei.

Von Nikos Natsidis

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Mibrag hat dem Landesamt für Archäologie eine neue Arbeitsstätte zur Verfügung gestellt. Von einem Dreiseithof im Groitzscher Ortsteil Langenhain aus können die Experten weiter nach im Boden verborgenen Hinterlassenschaften im Abbaufeld Peres des Braunkohletagebaus Vereinigtes Schleenhain suchen.

30.01.2018

Die allseits gepriesene Pflegereform hat ihre Tücken. Weil Mitarbeiter besser bezahlt werden, explodieren die Heimkosten. Ein Fall aus Böhlen zeigt die dramatischen Konsequenzen: Seit Jahresanfang müssen Betroffene für einen Platz fast 500 Euro mehr im Monat aufbringen. Wenn die Rente nicht reicht, werden sie dadurch zum Sozialfall.

01.02.2018

Das Pegauer Rathaus hält das ÖPNV-Konzept „Südliches Leipziger Neuseenland“ für sehr gelungen. Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) sieht eine neue Chance für die Aufwertung eines „Eingangs zur Stadt“ . Das Gelände am Bahnhof, „sieht nicht so aus, wie wir uns das vorstellen“, erklärt er. Da sollte doch was zu machen sein.

05.04.2018