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Borna Aldi macht in Böhlen seinen Markt dicht
Region Borna Aldi macht in Böhlen seinen Markt dicht
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06:00 11.06.2016
Zieht sich aus Böhlen zurück: die Discounterkette Aldi Quelle: Thomas Steingen
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Böhlen

Der Discounter Aldi in Böhlen schließt Ende Juli. Mit dieser Aussage bestätigt Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) die bereits aufkommenden Gerüchte. Doch der Rathauschef hat selbst erst auf direkte Nachfrage bei dem Unternehmen von der Schließung erfahren – „Aldi selbst ist nicht auf uns zugekommen“, kritisiert Berndt. Dabei habe die Firma seiner Ansicht nach eine Verantwortung seinen Kunden gegenüber , „und dieser ist sie nicht nachgekommen“, macht er deutlich. Bis zum 30. Juli können die Anwohner noch einkaufen, dann ist Schluss. Das begründet Aldi mit einem „umsatzschwachen Standort“.

Wenn auch Berndt die Art und Weise des Unternehmens für unzumutbar hält, so ist er doch davon überzeugt, dass die flächendeckende Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs unter der Schließung nicht leiden wird. Immerhin habe die Stadt noch drei weitere Discounter vor Ort.

Am erst kürzlich beschlossenen Einzelhandelskonzept der Stadt ändert der Weggang jedoch nichts. Nach wie vor versucht die Verwaltung, beste Bedingungen für Neuansiedlungen zu schaffen. Das scheint auch zu fruchten, denn die Nachfrage nach Gewerbeflächen ist groß. Allerdings muss der Rathauschef eine Einschränkung machen: Gesucht werden von Unternehmen vor allem große Flächen. Die aber sind rar. „Um die zur Verfügung stellen zu könnten, müsste nicht nur der Bebauungsplan geändert werden, sondern auch der Flächennutzungsplan“, erklärt Berndt. Das aber sei weder vom Landkreis noch von der Kommune selbst gewünscht. Denn je größer die Geschäfte, desto mehr leiden die kleinen Läden, von denen Böhlen einige zu bieten hat.

Eines fehlt jedoch nach wie vor in Böhlen – ein Drogeriemarkt. „Hier versuchen wir seit Monaten, eine Kette für den Standort zu begeistern“, sagt Berndt. Bisher aber ohne Erfolg. Dabei gebe es keine bestimmten Wünsche, was ein Unternehmen betrifft. „Hauptsache, wir bekommen endlich eine Drogerie.“ Auch im Böhlener Stadtteil Großdeuben kann sich die Verwaltung noch mehr Handel vorstellen. Einziges Geschäft dort ist der Konsum. Dabei ist Großdeuben stetig am Wachsen, derzeit entstehen zwei neue Wohngebiete, deren Grundstücke alle verkauft sind. „Großdeuben wächst – und damit hoffentlich auch der Handel.“

Ein weiterer Schritt, um den Einzelhandel zu stärken, ist der neue Gewerbestammtisch, der sich vor wenigen Monaten gegründet hat. Jahrelang gab es keinen Gewerbeverein, das könnte sich zukünftig ändern. Denn eines ist sowohl den Anwohnern als auch der Verwaltung klar: „Nur wer zusammenarbeitet, kann auch etwas bewirken.“

Von Julia Tonne

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